Bassersdorf

SVP-Trio als Antwort auf FDP-Rückzug

Als grösste Ortspartei hat gestern auch die SVP ihre offiziellen Kandidaten für die Neuwahlen vom nächsten April bekannt gegeben. Während die FDP nur noch zweiihrer vier amtierenden Gemeinderäte ins Rennen schickt,hat die SVP nebst dem Bisherigen gleich zwei Neue nominiert.

Mit diesen drei Kandidaten will die SVP in den nächsten vier Jahren Bassers­dorf mitregieren. Nebst Christian Pfaller (Mitte) hat die Partei auch Jeffrey Ferpozzi (links) und Fabian Moser für den Gemeinderat nominiert.

Mit diesen drei Kandidaten will die SVP in den nächsten vier Jahren Bassers­dorf mitregieren. Nebst Christian Pfaller (Mitte) hat die Partei auch Jeffrey Ferpozzi (links) und Fabian Moser für den Gemeinderat nominiert. Bild: zvg

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Darauf hat man in Bassersdorf gespannt gewartet: Wie würde die SVP auf die unerwartete Nichtnomination zweier FDP-Gemeinderäte bei den Freisinnigen reagieren? Diese Woche hat die Partei mit dem momentan grössten Wähleranteil im Ort die Antwort geliefert. Gestern teilte der Bassersdorfer SVP-Präsident Dieter Scheuermeier mit, dass die Parteimitglieder nebst Christian Pfaller (bisher) auch zwei neue Kandidaten für den Gemeinderat nominiert haben. Es sind dies Fabian Moser und Jeffrey Ferpozzi.

Damit wolle die SVP «frischen Wind in die Exekutive bringen», wo sie zugleich auch stärker vertreten sein will als mit nur einem einzigen Sitz. Die angesprochene Frische zeigt sich in dieser Nomination vor allem beim Altersdurchschnitt des nominierten Trios, der bei 34 Jahren liegt. So junge Kandidaten hatte zuletzt keine Partei aufgestellt bei Neuwahlen in den Bassersdorfer Gemeinderat. Mit dem 24-jährigen gelernten Architekturzeichner und Juniorprojektleiter Ferpozzi sowie dem studierten Agronomen und Landi-Geschäftsführer Moser bringt die SVP zwei unverbrauchte Kräfte ins Gespräch.

Mit Auns-Mitglied und Jungpartei-Vize einheizen

Während Moser sich bislang nicht gross politisch betätigt hat, gibt Ferpozzi an, Mitglied der Auns (Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz) sowie Vizepräsident der Jungen SVP Unterland und Vorstandsmitglied der Kantonalpartei zu sein.

Mehrere Jahre Exekutiverfahrung bringt der 41-jährige Malerunternehmer Pfaller mit. Er sitzt seit acht Jahren im Bassersdorfer Gemeinderat und ist Bau- und Werksvorsteher der Kleinstadt mit mittlerweile fast 12 000 Einwohnern. Pfaller ist seit 2008 zudem auch im Vorstand der Ortspartei vertreten. In der nächsten Legislaturperiode von 2018 bis 2022 stünden wichtige Aufgaben und Entscheidungen an, gibt die SVP Bassersdorf in ihrer Mitteilung zu bedenken.

Damit meint die Partei namentlich die Überarbeitung der Bau- und Zonenordnung (BZO), eine mögliche Einzonung und Überbauung des Gebiets ennet des Bahnhofs, eine geplante Strassenumfahrung für Bassersdorf und ebenso die Vertretung der Bevölkerungsan­liegen im Hinblick auf den Bau des Brüttener Tunnels der Bahn.

In all diesen Themen brauche es Engagement und zuweilen «Kontinuität in der Sache». Aber auch «eine politische Wende im Gemeinderat». Nähere Angaben dazu, wie diese Wende inhaltlich aussehen soll, lässt die Partei in der Mitteilung offen.

Klar ist hingegen, dass man mit der Dreierkandidatur auf die numerischen Machtverhältnisse in der siebenköpfigen Gemeinderegierung abzielt. Dies umso mehr, als dass die FDP vor Wochenfrist stark zurückbuchstabiert hat bei ihren Nominationen für die Neuwahlen im nächsten Frühling.

FDP straft eigene Leute ab – Dunkel tritt trotzdem an

Die Parteimitglieder der FDP Bassersdorf schicken von ihren vier amtierenden Gemeinderäten nur noch Gemeindepräsidentin Doris Meier und Bildungs­vorsteher Hans Stutz ins Rennen. Michael Fenaroli und Richard Dunkel werden nicht mehr unterstützt. Während Fenaroli es sich noch offen lässt, ist für Letzteren klar, dass er als Parteiloser weitermachen will. Dunkel ist bereits aus der FDP ausgetreten.

Er fühlt sich unfair behandelt von der Partei, aber auch vom Ratskollegium. Die anderen Gemeinderäte hatten ihm zuletzt sein Sozialressort entrissen und wollten ihm auch die Entschädigung kürzen. Er gibt sich deshalb kämpferisch: «Nun werde ich für das Gemeindepräsidium kandidieren.»

Erstellt: 01.12.2017, 10:45 Uhr

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