Oberembrach

Verkehrsfragen dominieren den Wahlkampf um den Gemeinderatssitz

Fünf Kandidatinnen und Kandidaten stellen sich zur Wahl für den freien Sitz im Gemeinderat.

Das Eigental beschäftigt die Bevölkerung und die Politik in Oberembrach weiterhin.

Das Eigental beschäftigt die Bevölkerung und die Politik in Oberembrach weiterhin. Bild: Francisco Carrascosa

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Heiss umworben ist der freie Sitz im Oberembracher Gemeinderat: Drei Frauen und zwei Männer kandidieren an der Ersatzwahl für die laufende Legislaturperiode. Am 1. September entscheidet sich an der Urne die Nachfolge von Gemeinderat Matthias Walder (SVP), der bereits im Frühling ankündigte, aus gesundheitlichen Gründen zurückzutreten.

Walder verlässt den Gemeinderat, nachdem der Verkehr in und um Oberembrach im November noch für einen emotionalen Abstimmungskampf sorgte. Fragen zum Verkehrsfluss durch die Gemeinde nach der definitiven Schliessung des Eigentals in 10 Jahren beschäftigten die Bevölkerung weiterhin.

Bevölkerung miteinbeziehen

Die Klassenassistentin im Kindergarten Oberembrach und Mutter Nadine Bär (parteilos, Jahrgang 1977) möchte ein offenes Ohr für die Bevölkerung haben: «Dank meiner Arbeit im Kindergarten und meinem Engagement im Frauenverein kenne ich die Sorgen und Bedürfnisse der Familien», sagt sie.

Auch wisse sie als administrative Leiterin bei Elektro Bär & Partner, was das Gewerbe beschäftigt. Dadurch könne in der Gemeinde das Zusammenleben aller gewährleistet werden: «Oberembrach soll nicht einfach eine Gemeinde sein, es soll Lebensraum und Zuhause sein.»

Die Rechtsanwältin Alina Totoescu (parteilos, 1970) will sich mit ihrem juristischen Fachwissen für ein modernes und aktives Oberembrach einsetzen. Auch wenn nicht allen Bedürfnisse der Bevölkerung entsprochen werden könne, will die Mutter von zwei Kindern so viele Bürgerinnen und Bürger in den politischen Prozess miteinbeziehen wie möglich. «Zentral ist eine vernünftige Verkehrspolitik im Hinblick auf die geplante Schliessung des Eigentals. Aus Betroffenen Beteiligte zu machen, ist ein wesentliches Ziel.»

Verkehr ist Dauerthema

«Politik macht man nicht aus Partikularinteressen», sagt Marco Weber (parteilos, 1968). Der IT-Projektleiter und Vater einer Tochter will den Gemeindewillen vertreten. Auch will er sich Themen annehmen, welche noch keinen fruchtbaren Boden für eine Mehrheit haben, wie zum Beispiel die Zusammenlegung der politischen Gemeinden Embrach, Oberembrach und Lufingen. Als wichtige Themen sieht er neben den Defiziten im Verkehrsfluss auch die Steuerbelastung und die Erhaltung der kulturellen Werte der Gemeinde.

Der einzige Kandidat mit Parteizugehörigkeit ist der ehemalige Kantonsrat Michael Welz (EDU, 1968). Der vierfache Vater und Landwirt kann auf eine langjährige politische Karriere zurückblicken und möchte Entscheidungen im Dialog mit den Bürgern fällen. «Unsere landwirtschaftlich geprägte Gemeinde benötigt eine bäuerliche Vertretung», sagt er. Sein höchstes Ziel als Gemeinderat? «Dass die Eigentalstrasse auch nach Ablauf der Frist von 10 Jahren offen bleibt.»

Mit dem Slogan «Meine Partei ist Oberembrach» will die Biologin Alexandra Kress (parteilos, 1968) einen Konsens zwischen allen Betroffenen schaffen und pragmatische Lösungen für die Gemeinde finden, auch in Bezug auf die Verkehrslage: «Die Sicherheitsansprüche der Bevölkerung und die Bedürfnisse des Gewerbes sowie der Landwirtschaft sind vereinbare legitime Anliegen.» Dabei ist der Mutter eines Sohnes der Erhalt des ländlichen Charakters von Oberembrach besonders wichtig.

Erstellt: 27.08.2019, 07:59 Uhr

Nadine Bär (parteilos).

Alina Totoescu (parteilos).

Marco Weber (parteilos).

Michael Welz (EDU).

Alexandra Kress (parteilos).

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