Pflegeangebot

Gemeinden setzen Zukunftsmodell der Alterspflege bereits um

Immer mehr Gemeinden setzen bei der Alterspflege neu auf kleine, betreute Wohngruppen.

Eine Alterswohngruppe von Almacasa. Die Zürcher Firma hat sich auf die neue Art des Wohnens im Alter spezialisiert.

Eine Alterswohngruppe von Almacasa. Die Zürcher Firma hat sich auf die neue Art des Wohnens im Alter spezialisiert. Bild: Andrea Zahler

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In der Schweiz wird sich die Zahl pflegebedürftiger Menschen laut dem Bund bis 2030 verdoppeln. Die Frage ist: Wo werden all diese Leute wohnen? Antwort: Die meisten von ihnen wohl zuhause. Denn laut dem Heimverband Curaviva treten ältere und pflegebedürftige Menschen aufgrund von Spitex & Co. «immer später in eine Pflegeinstitution ein». Diese Tendenz werde zunehmen, schreibt Curaviva im aktuellen Strategiepapier «Wohn- und Pflegemodell 2030». Doch selbst wenn der Pflegeaufwand zu hoch ist, sei ein Übertritt in einen grossen Heimbetrieb künftig nicht mehr zwingend, heisst es weiter. Im Curaviva-Modell setzt man in Zukunft vielmehr auf ein breites Angebot an Wohn- und Pflegeformen – und favorisiert dabei kleine, betreute Pflegewohngruppen.

«Konzept überzeugt»

Solche Wohngruppen gibt es bereits. Auch in der Region Winterthur. Spezialisiert auf diese Wohnform für ältere und pflegebedürftige Menschen hat sich die Zürcher Firma Almacasa. Bereits 2013 eröffnete sie in Weisslingen eine Wohneinheit mit drei Wohngruppen zu je zehn Bewohnerinnen und Bewohnern. Das Herz jeder Wohngruppe ist eine grosse Wohnküche, in welcher der gemeinsame Alltag stattfindet und alle Mahlzeiten zubereitet werden. Weisslingen wurde zum Vorzeigemodell für andere Gemeinden. Aktuell haben Illnau-Effretikon und Pfungen entsprechende Projekte in der Pipeline. In Pfungen hatte sich eine Arbeitsgruppe mit mehreren Wohn- und Pflegemodellen und Standorten auseinandergesetzt. Dabei obsiegte das Modell von Almacasa klar. Das Konzept, «also auf welche Art und Weise man die älteren Leute in den Alltag einbezieht, hat uns überzeugt», sagt Gemeindepräsident Max Rütimann.

Erstellt: 16.10.2019, 18:40 Uhr

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