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In Kleingemeinden reden mehr Bürger mit

Absolut betrachtet, nehmen in Grossgemeinden mehr Leute an den Gemeindeversammlungen teil. Doch relativ zur Einwohnerzahl liegen die kleinen Gemeinden weit oben.

Zuerst zusammen diskutieren, dann abstimmen: Szene aus der letzten Bächtelistag-Gemeindeversammlung am 2. Januar in Oberstammheim.
Zuerst zusammen diskutieren, dann abstimmen: Szene aus der letzten Bächtelistag-Gemeindeversammlung am 2. Januar in Oberstammheim.
Heinz Diener

In Seuzach nahmen kürzlich 190 Bürger an der ordentlichen Gemeindeversammlung teil, während es in Adlikon nur 44 Personen waren. Nur? Die absoluten Zahlen täuschen darüber hinweg, dass die Beteiligung in kleineren Gemeinden höher ist als in grösseren. Je grösser also eine Gemeinde ist, desto kleiner ist die Beteiligung an den Gemeindeversammlungen (siehe Grafik).Zu diesem Ergebnis ist der «Landbote» gekommen, nachdem er die Teilnehmerzahlen an den letzten vier ordentlichen Gemeindeversammlungen in den 43 Gemeinden der Bezirke Andelfingen und Winterthur ausgewertet hat (ohne Stadt Winterthur). Und erst danach hat er abgeklärt, ob dieses Resultat von der Wissenschaft bestätigt wird. Tatsächlich: Eine vom kantonalen Gemeindeamt 2009 in Auftrag gegebene Studie kam zum gleichen Befund: «Je mehr Einwohner eine Gemeinde hat, desto tiefer ist die durchschnittliche Beteiligung an den Gemeindeversammlungen», schrieben die beiden Politologen Daniel Kübler und Philippe Rochat. Eine ähnliche Auswertung machte auch der «Zürcher Unterländer» 2011 – mit dem gleichen Resultat.

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