Weinland

Nagra misst vorsorglich

weinland Eigentlich wollte die Nagra die Endlagerregion Nördlich Lägern nicht weiter untersuchen. Nun will sie dort trotzdem Messungen machen.

Wie hier in Benken, will die Nagra auch im Gebiet Nördlich Lägern Messungen vornehmen.

Wie hier in Benken, will die Nagra auch im Gebiet Nördlich Lägern Messungen vornehmen. Bild: Marc Dahinden

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Im Januar 2015 schlug die Nagra von den einst sechs möglichen Standortregionen für ein End­lager nur noch das Zürcher Weinland und den aargauischen Bözberg für die weitere Untersuchung vor. Daraufhin wurden in beiden Regionen seismische Messungen durchgeführt, um den geologischen Untergrund vertieft zu untersuchen.

Gestern hat die Nagra mitgeteilt, dass sie auch im Gebiet Nördlich Lägern solche Messungen durchführen will, obschon sie dieses Gebiet gar nicht mehr als Standortregion ins Auge fassen wollte. Die Nagra hatte das Gebiet zurückgestellt, weil es beim Kriterium der Tiefenlage im Vergleich zum Weinland und zum Bözberg eindeutige Nachteile habe.

Für alle Fälle gerüstet sein

Überraschend kommt der Entscheid der Nagra nicht. Denn die Einengung von sechs auf nur noch zwei Standortregionen wurde mehrfach als vorschnell kritisiert. So verlangte das Eid­genössische Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi) letzten Herbst von der Nagra zusätzliche Dokumente betreffend das Tiefenlage-Kriterium, welche die Nagra im Sommer nachreichen wird. Und im vergangenen Februar forderten die Kantonsexperten den Weiterzug von Nördlich Lägern.

Der Opalinuston, in dem das Endlager gebaut würde, liegt im Gebiet Nördlich Lägern in grösserer Tiefe als im Weinland und am Bözberg. Die Nagra ist nach wie vor der Meinung, dass ein Lager in 900 im Vergleich zu einem in 700 Metern Tiefe sicherheitstechnische Nachteile aufweist. Um aber für alle Fälle gerüstet zu sein und keine weitere Zeit zu verlieren, führt die Nagra die seismischen Messungen in Nördlich Lägern bereits im Herbst durch. (Landbote)

Erstellt: 15.04.2016, 11:20 Uhr

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