Wildberg

Mit Käse-Kebab gegen die Konkurrenz

Die Käserei, die mit dem Käse-Kebab berühmt wurde, wächst und zieht nach Wildberg. Der Umzug ist wichtig, will sich der Betrieb im Käsemarkt weiter behaupten. 

Die Käserei Lehmann plant direkt nebenan einen Neubau. Im neuen Laden soll der «Cheebab» angeboten. Bild: Marc Dahinden

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Der Erfinder des Käse-Kebabs zieht nach Wildberg. Roland Rüegg, der momentan noch seine Käserei in Ringwil betreibt, fusioniert mit zwei weiteren Käsereien. Einerseits mit dem Betrieb von Walter Gerhard aus Thysenwaldsberg, anderseits mit der Käserei Lehmann, die in Wildberg liegt. Direkt neben der Käserei Lehmann soll dann auch der geplante Neubau für den fusionierten Betrieb entstehen.

Roland Rüegg ist dank seiner Erfindung des «Cheebab», einer Kebab-Alternativ aus Käse, bis in internationale Food-Portale bekannt geworden. Immer hat er betont, dass sein Betrieb nicht exzessiv wachsen soll, sondern eher auf gutes Handwerk setzt. Nun wird aus drei Betrieben einer. Doch das sei gar kein richtiges Wachsen, sagt Rüegg.

«Wir wollen eher die bisherigen Produkte weiter so herstellen können, wie wir das immer gemacht haben und zusätzlich die Kapazitäten schaffen, um an neuen, innovativen Produkten zu tüfteln.» Die handwerkliche Produktion soll bestehen bleiben.

Mehr Platz für mehr Ideen

Doch das Tüfteln braucht Zeit, Raum und Geld. Genau diese Möglichkeiten biete die Fusion. Im Sommer soll, wenn alles gut geht mit den Bewilligungen, in Wildberg gebaut werden. So könne dort in einem Jahr die Produktion anlaufen. «Und in noch einem Jahr könnten wir dann wieder neue Produkte angehen», sagt Rüegg. «Denn Ideen habe ich noch viele!»

Die Käsestreifen werden wie beim herkömmlichen Kebab in einer Teigtasche serviert. Bild: pd

Vier grosse Firmen verarbeiten rund 60 Prozent der Schweizer Milch, schreibt Swissmilk. Die übrigen 40 Prozent teilen sich die Kleinen und mittleren Betriebe auf. Wer nicht weg vom Handwerk zu einer günstigeren, industriellen Produktion wechseln will, der müsse auf Spezialitäten setzen, sagt Rüegg.

Die schlafenden Käser

Rüegg zögert und meint dann: «In dieser Beziehung, scheint mir, schläft die Branche manchmal etwas.» Es gäbe schon Möglichkeiten, neue Wege zu gehen, denn das Gebiet der Käserei bleibe spannend. «Ich beschäftige derzeit drei Lehrlinge und habe keine Probleme, Nachwuchs zu finden.»Man müsse die Augen offen halten und neue Produkte wagen, die, weil sie einzigartig sind, weniger preissensibel reagieren.

Doch auch Rüegg weiss, manchmal fehlen einfach die Ressourcen, um sich im Markt überhaupt bewegen zu können. Für seine Käserei sollen nun diese Ressourcen durch die Fusion und den neuen, grösseren Produktionsort in Wildberg zur Verfügung stehen.

«Wir schauen auch, dass wir unseren Milchproduzenten einen fairen Preis bezahlen können», sagt Rüegg. Dazu muss er selber genug mit seinen Produkten verdienen. Einzigartige Produkte, die er bestenfalls selber entwickelt hat.

Beispielsweise der «Cheebab», die Kebab-Alternative, die sich genau wie sein Fleisch-Pedant am Drehspiess grillieren lässt. Oder eben andere Produkte, die er am neuen Ort in Wildberg erst noch fertig entwickeln will. (Landbote)

Erstellt: 19.02.2019, 11:30 Uhr

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