Illnau-Effretikon/Lindau

«Alles, was wir Models tun, ist freiwillig»

Jenny Weber aus Tagelswangen kämpft auf Pro Sieben um den Titel «Switzerland’s next Topmodel». Es komme nicht nur aufs Aussehen an, sagt sie.

Jenny Weber will als Model durchstarten. Noch arbeitet sie aber als Barkeeperin.

Jenny Weber will als Model durchstarten. Noch arbeitet sie aber als Barkeeperin. Bild: PD

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Jenny Weber, Sie wollen das nächste Topmodel der Schweiz werden. Mit neun weiteren Kandidatinnen und zehn Kandidaten kämpfen Sie auf Pro Sieben Schweiz um den Titel. Wie sind Sie dazu gekommen?
Jenny Weber: Das Modeln habe ich erst spät entdeckt, denn als Kind war ich sehr klein. Erst in der dritten Oberstufe bin ich in die Höhe geschossen. Vor etwa drei Jahren habe ich dann angefangen, in der Freizeit zu modeln. Ich bin mittlerweile auch bei einer Zürcher Agentur unter Vertrag. Schliesslich haben mich Freunde fast dazu gezwungen, mich anzumelden.

Sie arbeiten als Barkeeperin, bezeichnen sich als Adrenalin-Junkie und tragen Tattoos. Das passt so gar nicht in das Bild, das man sich gemeinhin von einem Model macht.
Tattoos sind bei Models nicht ungewöhnlich. Viele Kandidatinnen und Kandidaten haben eins. Das kann man auf Photoshop wegretuschieren. Auf das Aussehen alleine kommt es zudem schon lange nicht mehr an. Gefragt sind Persönlichkeiten, an die man sich erinnert.

«Entdeckt wird ein Model auf der Strasse und nicht auf Social Media.»Jenny Weber, «Switzerland's next Topmodel»

Und was macht Sie aus?
Ich bin immer mich selbst, ich verstelle mich nicht. Ich bin offen und ehrlich und probiere gerne neue Sachen aus wie das Freeclimbing oder Skydiving. Bei den meisten kommt das sehr gut an.

Schön, schlank und viele Follower auf Social Media: ein eher oberflächliches Bild, das dieses TV-Format von Frauen vermittelt. Was denken Sie?
Da bin ich anderer Meinung. Denn wie gesagt, reicht Schönsein alleine nicht. Auch spielt es keine Rolle, ob jemand möglichst viele Follower hat. Denn das sind ja hauptsächlich Kollegen, die sich inspirieren lassen. Entdeckt wird ein Model auf der Strasse und nicht auf Social Media.

Im Modelbusiness haben nur diejenigen eine Chance, die von einem grossen Label entdeckt werden. Träumen Sie vom grossen Durchbruch?
Ich habe in der Sendung teilgenommen, weil ich etwas lernen wollte. Beispielsweise, worauf es bei Fotoshootings ankommt, wie man authentisch rüberkommt und wie man auf dem Laufsteg läuft. Natürlich hoffe ich, dass ich irgendwann einen grösseren Auftrag bekomme. Auf einer Fashionweek zu laufen oder auf dem Cover eines Magazins abgebildet zu sein, wäre schon schön.

Zur Person
Die 21-jährige und 1,75 Meter grosse Jenny Weber ist vor zehn Jahren aus Deutschland nach Effretikon gezogen. Sie hat eine Ausbildung als Restaurationsfachfrau gemacht und arbeitet in der QN Bar in Effretikon. Dort hilft sie auch im gleichnamigen Restaurant aus. Seit über zehn Jahren klettert sie in den Schweizer Bergen. Vor ein paar Wochen ist sie nach Tagelswangen gezogen(neh)

Als Zuschauerin dieser Sendung hat man manchmal das Gefühl, die Szenen seien inszeniert. Etwa wenn sich die Teilnehmerinnen in die Haare geraten. Wie viel davon ist echt?
Auf dem Set war alles so, wie wir es auch erlebt haben. Es ist nichts gespielt, alles freiwillig. Wie es dann allerdings in der Sendung dargestellt wird, weiss ich nicht. Ich habe die Folgen selbst noch nicht gesehen.

Die Folgen sind zwar schon abgedreht, die Gewinnerin oder der Gewinner wird aber in einer Abschluss-Show gekürt. Wie weit kommen Sie?
Das wird natürlich noch nicht verraten (lacht). Es hat sehr viele gute Kandidatinnen und Kandidaten. Wenn ich nicht gewinne, dann ist das kein Weltuntergang. Meinen Weg werde ich weitergehen.

Und wie sieht der aus?
Das kann ich noch nicht sagen, modeln werde ich sicher noch.

Zur Sendung
Das TV-Format «Switzerland’s next Topmodel» von Pro Sieben Schweiz geht am Donnerstagabend um 20.15 Uhr in die zweite Runde. Die erste Staffel ist im vergangenen Herbst ausgestrahlt worden. Anders als in der deutschen Ausgabe mit Heidi Klum als Jurorin können sich männliche wie auch weibliche Models bewerben. Während mehrerer Wochen kämpfen sie um den Titel, der am 22. November in einer Abschluss-Show verliehen wird. Die Kandidatinnen und Kandidaten müssen sich in Shootings und auf Laufstegen bewähren sowie echte Modelaufträge ergattern.(neh)

Erstellt: 17.10.2019, 17:04 Uhr

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