Turbenthal

«Dann wäre das Schlossguet-Projekt beerdigt»

Ein Streichungsantrag könnte für das Schlossguet-Projekt laut Gemeinderätin Katharina Fenner das Aus bedeuten.

Die Zukunft der denkmalgeschützten Scheune ist ungewiss.Foto: mas

Die Zukunft der denkmalgeschützten Scheune ist ungewiss.Foto: mas

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Die Rechnungsprüfungskommission (RPK) stellt sich gegen Investitionen in das Projekt Schlossguet. Sie will an der Gemeindeversammlung vom 2. Dezember den Antrag stellen, die dafür vorgesehenen 50000 Franken aus dem Budget zu kippen. Laut Gemeinderätin Katharina Fenner hätte ein Ja zum Streichungsantrag Folgen: «Dann wäre das Projekt beerdigt», sagt sie. «Wir hätten keine Legitimation mehr, daran weiterzuarbeiten. Es würden uns ab circa Mitte März 2020 die finanziellen Mittel fehlen, um die Projektierung fortzusetzen und abzuschliessen.» Ihr persönlich sei das Projekt ein Anliegen: Ziel der damit beschäftigten Arbeitsgruppe sei eine finanzierbare Erneuerung des Schlossguets.

Die denkmalgeschützte Scheune steht seit Jahren weitgehend leer. Im Frühling wurde ein Umbau in eine Kulturscheune vom Gemeinderat aus Kostengründen gestoppt. Seither beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Katharina Fenner mit der Zukunft des Gebäudes. Ein erstes Ergebnis präsentierte die Gruppe im Oktober: Man habe Gespräche mit Architekten aufgenommen und wolle die Nutzung des Gebäudes bewusst offen lassen: Bis im Sommer 2020 soll ein Vorprojekt für eine sogenannt polyvalente Nutzung erarbeitet werden. Den Streichungsantrag der RPK sieht die Arbeitsgruppe als «Herausforderung», wie Fenner weiter sagt. Sie hätten nun die Chance, aufzuzeigen, was sie geleistet hätten und welche Ziele sie mit dem aktuellen Projekt verfolgen.

Weitere Streichungsanträge

Die RPK wird an der Versammlung weitere Streichungsanträge stellen. So will sie auch 150000 Franken für eine Schnellladestation für Elektroautos aus dem Investitionsbudget kippen. Bei der Sekundarschulgemeinde spricht sich die RPK gegen eine Ausgabe von 40000 Franken für die Anschaffung von Hardware aus. Dies, weil noch kein ICT-Konzept vorhanden sei.

Auch bei der Primarschule sperrt sie sich gegen Ausgaben im ICT-Bereich: Die Primarschulpflege habe bei der Budgetierung ihre Kompetenzen überschritten, schreibt die RPK in der Weisung. Nicht nötig sei aus finanzpolitischer Sicht zudem die geplante Investition von 100000 Franken für eine Photovoltaikanlage.

Erstellt: 11.11.2019, 16:32 Uhr

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