Illnau-Effretikon

Die Stadtpolizisten brauchen eine richtige Arrestzelle

In den Büroräumlichkeiten der Stadtpolizei Illnau-Effretikon ist es eng geworden. Auch fehlt eine vandalensichere Arrestzelle. Deshalb will der Stadtrat nun im ersten Obergeschoss Bürofläche zumieten. 

Die Stadtpolizei ist im Parterre eingemietet und soll im ersten Stock mehr Fläche erhalten. Foto: E. Lopardo

Die Stadtpolizei ist im Parterre eingemietet und soll im ersten Stock mehr Fläche erhalten. Foto: E. Lopardo

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Mit fünf Polizisten und einer Verwaltungsangestellten hat die Stadtpolizei Illnau-Effretikon im Juni 2005 ihren Dienst aufgenommen. Mittlerweile ist das Korps auf zehn Personen angewachsen. Die Räumlichkeiten im Geschäftshaus an der Rikonerstrasse 2 in Effretikon sind aber die gleichen geblieben. Das Haus gehört nicht der Stadt, die Polizei ist dort eingemietet.  

Ein Ausbau sei dringend nötig und nicht mehr aufzuschieben, schreibt der Stadtrat in seinem Antrag, den die Rechnungsprüfungskommission im Moment prüft, bevor er ins Parlament kommt. Man habe einen Ausbau angesichts des geplanten neuen Zentrums Mittim immer wieder zurückgestellt. Auch habe man darüber nachgedacht, zusammen mit der Realisierung von Mittim die Posten von Stadt- und Kantonspolizei zusammenzulegen und beim Bahnhof anzusiedeln, sei aber wieder davon abgekommen. Mittlerweile hat die Kantonspolizei ihren Posten schon umgebaut und erweitert. Und die ursprünglichen Pläne von Mittim sind definitiv begraben.

Zu kleine Räume

Für mindestens die nächsten fünf Jahre will die Stadt deshalb nun im ersten Obergeschoss des gleichen Geschäftshauses zusätzliche Büroflächen mieten. Damit können die Beamten ihre Arbeit angesichts von zunehmend komplexen Arbeitsabläufen wieder besser erledigen. Im Moment gibt es beispielsweise keine eigentliche Arrestzelle oder zumindest keine, die den Vorschriften entspricht. So sei lediglich ein sogenannter Abstandsraum vorhanden, heisst es im Antrag des Stadtrats. In diesem Zimmer sperren die Beamten renitente Bürger ein. Zwar ist dieser Raum auf drei Seiten mit einer Mauer begrenzt. Die Tür besteht aber aus Holz und ist «von gewalttätigen Personen bereits mehrfach stark beschädigt» worden. 

Auch der Einvernahmeraum ist mit seinen sieben Quadratmetern zu klein. Er bietet Platz für zwei bis drei Personen. Weil bei Einvernahmen aber immer öfter ein Anwalt sowie ein Dolmetscher und manchmal sogar ein Amtsarzt anwesend seien, müssen die Polizisten für die Gespräche regelmässig auf ihre eigenen Arbeitsplätze oder sogar das Büro des Polizeichefs ausweichen.     

Zu den aktuell 128 Quadratmeter Bürofläche würden 91 Quadratmeter hinzukommen. Der Umbau inklusive Eigenleistungen der Verwaltung käme auf 257000 Franken zu stehen. Die Mietkosten würden sich um monatlich 1550 Franken auf rund 5500 Franken erhöhen. Das sei auf die Dauer zu viel Geld, findet der Stadtrat. Deshalb suchen die Abteilungen Sicherheit und Hochbau derzeit nach neuen Standorten möglichst in städtischen Liegenschaften. Ihre Ergebnisse sollen Ende dieses Jahres vorliegen. Die Umbauarbeiten sind für den Spätherbst geplant. (Landbote)

Erstellt: 06.02.2019, 08:23 Uhr

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