Wildberg

Dölf Conrad: «Die Einheitsgemeinde ist noch nicht das Ende der Fahnenstange»

Die Stimmberechtigten sagen deutlich Ja zur Einheitsgemeinde. Das freut Gemeindepräsident Dölf Conrad.

Nach dem deutlichen Ja kann sich die Primarschulgemeinde mit der Politischen Gemeinde zusammenschliessen.

Nach dem deutlichen Ja kann sich die Primarschulgemeinde mit der Politischen Gemeinde zusammenschliessen. Bild: Nathalie Guinand

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Die Primarschulgemeinde und die Politische Gemeinde Wildberg schliessen sich zusammen. 82 Prozent der Stimmberechtigten haben am Sonntag der Bildung einer Einheitsgemeinde zugestimmt. Nur 18 Prozent lehnten die Vorlage ab. Dies bei einer Stimmbeteiligung von 46,3 Prozent. Gemeindepräsident Dölf Conrad (SVP) ist mehr als zufrieden: «Freude herrscht», sagt er. «Das ist ein überdeutliches Resultat.»

Als entscheidenden Faktor für die breite Zustimmung sieht er die Rolle der Primarschulpflege. Diese sei zu Beginn der Verhandlungen eher skeptisch gewesen. «Je länger wir daran arbeiteten, desto mehr konnte sie hinter dem Vorhaben stehen.» Die kritische Haltung der Schulpflege habe sich positiv ausgewirkt. «Die Zusammenarbeit war sehr gut.» Von Anfang an habe man sich vorgenommen, dass nach einer Sitzung niemand die Faust im Sack mache. «Mindestens eine Teillösung, hinter der alle stehen konnten, musste nach jedem Treffen her. Das war wichtig.»

Warum die Schule dafür war

Swen Rüegg, Präsident der Primarschulpflege, bestätigt die gute Zusammenarbeit mit der Politischen Gemeinde. «Einheitsgemeinden scheitern häufig am Widerstand der Schule.» Dass die Vorlagen in Wildberg nun so deutlich angenommen wurde, sei daher wohl auf die Unterstützung der Schulgemeinde zurückzuführen. Dass das Resultat gleich so deutlich ausgefallen sei, habe ihn aber doch etwas überrascht. «Ich bin froh darüber, offensichtlich haben wir unsere Arbeit gut gemacht.»

Für die Zustimmung der Schulpflege waren laut Rüegg vor allem zwei Punkte entscheidend: Erstens, dass die Schulverwaltung im Schulhaus bleibe. Und zweitens, dass die Schule an der Gemeindeversammlung weiterhin ein direktes Antragsrecht erhalte. «Die Schule soll weiterhin eine gewisse Autonomie haben.»

«Offensichtlich haben wir unsere Arbeit gut gemacht.»Swen Rüegg Präsident Primarschulpflege Wildberg

Durch die Einheitsgemeinde werde die Schule bei der Verwaltung der Infrastruktur entlastet. Gleichzeitig befürchtet Rüegg einen höheren Aufwand für das Schulpräsidium. Er werde für die aktuelle Legislatur sicher noch Präsident bleiben, was danach komme, sei offen.

Gespräche mit Nachbarn

Die Bildung einer Einheitsgemeinde ist für Gemeindepräsident Dölf Conrad «noch nicht das Ende der Fahnenstange». Wir prüfen eine engere Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden. In welche Richtung es gehe – eher ins Tösstal oder ins Zürcher Oberland – sei derzeit offen.

Mit beiden Seiten werde der Gemeinderat Gespräche führen. Zufrieden ist Conrad mit der Sek Turbenthal-Wildberg. «Das funktioniert sehr gut.» Er biete Hand für verschiedene Lösungen zur gesetzlich vorgeschriebenen Grenzbereinigung, etwa mittels Anschlussverträgen für Schülerinnen und Schüler aus Schalchen, damit diese weiterhin nach Wila in die Schule gehen können. Entscheidend sei nun aber, in welche Richtung sich Turbenthal bewege.

Erstellt: 17.11.2019, 17:08 Uhr

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