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Ein Leben für das selbstbestimmte Sterben

Bis zu zehn mal pro Woche gibt Jakob Riediker grünes Licht für eine Freitodbegleitung mit Dignitas. An ein Jenseits glaubt der 80-jährige Hausarzt aus Effretikon nicht. Seine Zeit im Diesseits nutzt er deshalb so gut wie möglich.

Der Effretiker Hausarzt Jakob Riediker streitet nicht ab, ein Workaholic zu sein. Frei nimmt er sich nur, um Zeit für seine Dignitas-Patienten zu haben.
Der Effretiker Hausarzt Jakob Riediker streitet nicht ab, ein Workaholic zu sein. Frei nimmt er sich nur, um Zeit für seine Dignitas-Patienten zu haben.
Madeleine Schoder

Die feine Linie zwischen Leben und Tod manifestiert sich in Jakob Riedikers Praxis als Patientenliege: Wer darauf Platz nimmt, dem rettet er das Leben, oder macht es ihm zumindest angenehmer. Wem aber ein Dossier gewidmet ist, das er unter dieser Liege in einer Aktenschublade aufbewahrt, der gehört zu den Sterbewilligen. Während die meisten Menschen finden, der Tod komme immer zu früh, empfinden diese Patienten den Abschied vom Leben als Erleichterung. Wann es soweit ist, legen sie selber fest. Mit Datum und Uhrzeit. Doktor Riediker hilft ihnen dabei.

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