Wildberg

Firmen haben Angst, alte Alu-Container zu leeren

Die Recycling-Container in Wildberg sind so alt, dass sie bei der Leerung reissen könnten.

Nur eine Firma traut sich die Leerung der Container zu. Foto: M. Schoder

Nur eine Firma traut sich die Leerung der Container zu. Foto: M. Schoder

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Mehrere angefragte Recycling-Unternehmen wollten die Leerung der Aluminium- und Weissblech-Container der Gemeinde Wildberg nicht übernehmen, weil sie sie für zu gefährlich halten. Wie der Gemeinderat schreibt, sind die Sammelcontainer, die auf dem Linde-Parkplatz im Ort Wildberg stehen, sehr alt.

Gemeinderätin Sabine Oberländer führt aus: «Die Container sind nicht mehr wahnsinnig stabil, und wenn man sie zur Leerung anhebt, besteht die Gefahr, dass sie reissen könnten.» Weil der Vertrag mit der bisherigen Firma Hunkeler Recycling auf Ende 2018 ausgelaufen war, musste sich Gemeinderätin Oberländer um eine Nachfolgelösung kümmern. Übergangsweise half Hunkeler Recycling in dieser Zeit noch aus.

«Wenn man die Container anhebt, besteht die Gefahr, dass sie reissen könnten.»

Diverse Unternehmen wollten das Risiko aber nicht eingehen und lehnten ab oder bestanden auf der Anschaffung neuer Container. Oberländer entschied sich jedoch dagegen, das Problem auf die Schnelle mit neuen Containern zu beheben: «Das wäre ein Tropfen auf den heissen Stein. Ich möchte das ganze Recycling, inklusive Altglas, überarbeiten.»

Denn nicht nur die Anschaffung neuer Container koste, sondern auch jede einzelne Entleerung fliesse in die Rechnung ein. Es gebe auf jeden Fall kostengünstigere und praktikablere Systeme als das heutige Container-System. Das ganze Konzept in kurzer Frist zu überarbeiten, sei jedoch nicht möglich gewesen, sagt Oberländer, deshalb brauche es eine Übergangslösung für Alu und Weissblech.

Standorte überprüfen

Den Auftrag übernimmt nun die Firma Maag Recycling AG aus Winterthur. Diese traut sich die Entleerung der maroden Container offenbar zu. «Sie sind mit anderen Recycling-Fahrzeugen unterwegs als andere Firmen, damit ist es vielleicht einfacher», mutmasst Oberländer. Vielleicht sei die Firma auch einfach pragmatischer.

Das neue Konzept will sie bis zum Ende der Legislatur im Jahr 2022 ausgearbeitet haben. Sie überprüfe dafür auch die Standorte der Sammelstellen in der Gemeinde, sagt Oberländer.

Zwar funktioniere der Standort mitten in Wildberg, jedoch sei er gerade für das Altglas-Recycling nicht ideal gelegen wegen des Lärms. «Allenfalls gibt es Standorte, die noch besser erreichbar sind für alle Einwohner der Gemeinde», sagt Oberländer.

Es gebe auf jeden Fall Handlungsbedarf. Auch eine Unterflursammelstelle stehe als allfällige Option auf der Liste, sagt die Gemeinderätin. Noch sei aber nicht klar, welche Lösungen sich in Wildberg eignen würden und welche nicht.

Erstellt: 08.08.2019, 17:49 Uhr

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