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Freiwillige sollen Senioren unterstützen

Ältere Menschen sollen rasche und unkomplizierte Hilfe erhalten. Eine neue Vermittlungsstelle führt Freiwillige mit Hilfesuchenden zusammen.

Ab und zu eine helfende Hand beim Wäschewaschen ist bei älteren Menschen sehr willkommen.
Ab und zu eine helfende Hand beim Wäschewaschen ist bei älteren Menschen sehr willkommen.
Archiv Keystone

Die Fenster putzen, einen tropfenden Wasserhahn austauschen oder auf den Hund aufpassen: Ältere Menschen wären manchmal froh, sie hätten jemanden, der sie im Alltag unterstützen würde. Solche freiwilligen Helfer gebe es durchaus, ist die Abteilung Gesundheit der Stadt Illnau-Effretikon überzeugt. Man habe deshalb das Projekt Drehscheibe initiiert, sagt deren Leiter David Gerig. Denn die Stadt hat sich das Fördern von Freiwilligenarbeit in ihrem Alterskonzept auf die Fahne geschrieben. In Zusammenarbeit mit dem Seniorennetzwerk Lebensphase 3, der Illnau-Effretiker Ortsvertretung der Pro Senectute und den beiden Kirchen ist eine Vermittlungsstelle für Alltagshilfe, die Drehscheibe, entstanden. Eine solche Vermittlung gab es zwar schon früher. Sie war beim Seniorennetzwerk angesiedelt, das damals noch Arbeitsgemeinschaft 3. Lebensphase hiess. Doch die Vermittlung habe schon seit Längerem nicht mehr befriedigend funktioniert, heisst es in einer Mitteilung seitens der Presseverantwortlichen des Projekts Drehscheibe Erika Kunz.

So haben in den letzten Tagen alle Personen über 65 in Illnau-Effretikon und Lindau Post erhalten, in der sie auf das Angebot aufmerksam gemacht wurden. Man wolle nun in einer Pilotphase schauen, wie das Projekt anlaufe und ob eine genügend hohe Nachfrage bestehe, sagt Gerig.

Über ein mobiles Telefon können sich Hilfesuchende und Freiwillige melden. Drei Personen werden sich den Vermittlungsdienst teilen und beide Seiten zusammenführen, sollte sich eine Nachfrage mit einem Angebot decken. Interessierte können sich auch über eine Website melden und informieren. In der Regel findet mit den Freiwilligen dann ein Erstgespräch statt. Die Kontaktaufnahme sowie weitere Informationen seien dann Sache der beiden Parteien.

Man sei sich bewusst, dass es nicht leicht sei, eine solche Plattform zum Laufen zu bringen, heisst es in der Mitteilung zum Projekt weiter. «In der Anfangsphase mit noch wenigen Meldungen können nicht alle Wünsche befriedigt werden.» Es erfordere daher von allen Geduld.

Entschädigung empfohlen

Die Vermittlungspersonen wie auch die Freiwilligen erhalten für ihre Arbeit kein Geld. «Die erbrachten Dienstleistungen sind als Freiwilligenarbeit zu betrachten», heisst es seitens der Projektverantwortlichen. Es sei daher auch kein Lohn zu zahlen. «Wir empfehlen aber, je nach Art der Hilfeleistung eine kleine Pauschale.» Dies im Sinne einer Entschädigung für die Spesen und als bescheidene Anerkennung. Diejenigen, die eine Leistung beziehen, sollen jene, die sie erbringen, dann direkt entschädigen.

Insgesamt 3400 Franken stellen Illnau-Effretikon, die Gemeinde Lindau und die involvierten Organisationen als eine Art Anschubfinanzierung zur Verfügung. Damit sollen Portokosten, Flyer und dergleichen abgegolten werden. www.drehscheibeilef.com

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