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Für seine «Weltrekorde» ausgezeichnet

Die Illnauer Firma Lithium Storage GmbH erhält den diesjährigen Anerkennungspreis für Unternehmen. Sie rüstet Grossfahrzeuge auf Elektro-Antrieb um.

Preisträger Roger Miauton, Geschäftsführer der Illnauer Firma Lithium Storage GmbH, flankiert vom Lindauer Gemeindepräsidenten Bernard Hosang (l.) und dem Illnau-Effretiker Stadtpräsidenten Uelie Müller.
Preisträger Roger Miauton, Geschäftsführer der Illnauer Firma Lithium Storage GmbH, flankiert vom Lindauer Gemeindepräsidenten Bernard Hosang (l.) und dem Illnau-Effretiker Stadtpräsidenten Uelie Müller.
Marc Dahinden

Ob Zustellfahrzeug der Post, Muldenkipper oder Segelschiff, die Firma Lithium Storage GmbH rüstet sie alle mit Lithium-Ionen-Batterien aus. Und das seit 2010, dem Gründungsjahr des Illnauer Unternehmens, dessen Geschäftsführer Roger Miauton ist. Miauton sass bis vor Kurzem auch als Vertreter der SVP im Illnau-Effretiker Parlament. Für seine besonderen Leistungen, namentlich das Umrüsten von Grossfahrzeugen von Diesel- oder Benzin-Antrieb auf vollumfänglichen Elektro-Antrieb, erhält Miauton den diesjährigen Anerkennungspreis für Unternehmen von Illnau-Effretikon und Lindau. Er ist mit 7000 Franken dotiert und gestern Morgen auch im Beisein einer Delegation des House of Winterthur verliehen worden.

Er werde das Geld in künftige Projekte und in seine fünf Mitarbeiter investieren, sagte Miauton auf Anfrage. Ob das in Form eines Festes oder von Boni sein werde, sei noch offen. Nicht ohne Stolz erzählt Miauton, dass im Herbst die nächste Innovation zu erwarten sei, die «europaweit Furore» machen werde. Weitere Details dazu liess er sich allerdings nicht entlocken.

Zehn Weltrekorde

Auf seiner Website sind unter «Strategie 2021» zehn «Weltrekorde» oder «Weltbestleistungen» aufgelistet, welche die Firma bis 2021 verwirklichen will. Fünf seien bereits Realität, sagt Miauton. Dazu gehört der weltweit grösste Elektro-Muldenkipper, der sogenannte E-Dumper, dessen Prototyp er 2016 entwickelte.

Mit dem Elektroantrieb und der rund sechs Tonnen schweren Batterie können jährlich 131 bis 262 Tonnen CO2 pro Muldenkipper eingespart werden. Mittlerweile hätten sie wöchentlich Anfragen von Interessenten aus der ganzen Welt, sagt Geschäftsleiter Miauton. Für diese Firmen stellen die Illnauer Umbau-Kits zusammen und verschicken sie, damit die Betriebe etwa im fernen Australien ihre Fahrzeuge entsprechend umbauen können.

Kürzlich ist auch der Solarkatamaran Mobicat, der auf dem Bielersee unterwegs ist, nach dessen Umbau eingeweiht worden. Miauton und seine Mitarbeiter haben das ganze System überarbeitet und das erste sogenannte Grid-Storage-System auf See geschaffen. Die mittels Fotovoltaik produzierte Energie wird auf einer Batterie und letztlich auf dem Pier zwischengespeichert. Später soll mit dem so produzierten Strom eine Buslinie in Biel betrieben werden.

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