Weisslingen

In der «Sonne» geht vorerst nur die Bar auf

Im Dezember öffnet das Gasthaus mit den gelben Riegeln im Zentrum von Weisslingen wieder.

Ginge es nach dem Besitzer Martin Bosshard, würde aus der «Sonne» ein Eventtempel. Foto: M. Dahinden

Ginge es nach dem Besitzer Martin Bosshard, würde aus der «Sonne» ein Eventtempel. Foto: M. Dahinden

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Ende September schloss das Restaurant Sonne in Weisslingen seine Tore. Wegen eines Mietzinsstreites hat sich das Pächterpaar Rosmarie und Richi Schnyder nach sechs Jahren dazu entschieden, aufzugeben und wegzuziehen (Der Abschied). Nun soll das Lokal im Dezember wieder aufgehen. Ein Dorfrestaurant, wie es bis anhin war, wird es aber nicht mehr sein, wie Besitzer Martin Bosshard sagt. «Damit habe ich schlechte Erfahrungen gemacht.» (Hier gibt es noch eine Dorfbeiz in Weisslingen)

Hilfe erwünscht

Trotzdem werden die Gäste in der «Sonne» zumindest abends zwischen 17 und 23 Uhr wieder etwas trinken können. «Es wird einen Barbetrieb geben», sagt Bosshard, der selbst kein Gastronom ist. Ganze Menus wolle er aber nicht anbieten. Vor allem in der Anfangszeit nicht. Denn dann will er sich selbst um die Bar kümmern. Derzeit sucht er noch nach Teilzeitangestellten, die ihm helfen. Er habe sich sowieso vorgenommen, häufiger vor Ort zu sein als bis anhin, sagt Bosshard.

«Wenn wir einfach ein 0815-Restaurant anbieten, sind wir tot»Martin Bosshard, Besitzer

Wenn es nach ihm ginge, würde aus der «Sonne» ein Eventtempel. Ein Trägergremium sei momentan daran, Ideen zu generieren. In diesem sitzen auch Vereinsleute. «Ich bin offen für vieles», sagt der Besitzer. «Innovative Kräfte, die etwas auf die Beine stellen wollen, können bei mir vorbeikommen und das besprechen. Bosshard würde seine Räume auch Vereinen oder Start-up-Betrieben zur Verfügung stellen. Der Zeitgeist zwinge einen, dynamisch zu sein. «Wenn wir einfach ein 0815-Restaurant anbieten, sind wir tot», ist er überzeugt. Und was wird aus den vier Gästezimmern in den oberen Etagen? Auch die sollen wieder vermietet werden. Bosshard bleibt aber realistisch: «Ich glaube nicht, dass ich eine regelmässige Auslastung hinbringe.» Er könnte sich deshalb gut vorstellen, dass er die Räume bei einem Event gleich als Paket mitvermietet.

Auffällige Farben

Im Jahr 2012 erlangte die «Sonne» über die Gemeindegrenzen hinaus Bekanntheit, als Martin Bosshard das Gebäude während eines 3,3 Millionen Franken teuren Umbaus in auffälligen Farben anstreichen liess: die Riegel gelb und die Fassade rosa. Die Baukommission hatte die Baubewilligung erteilt, der Historische Verein den Anstrich als «unsäglichen Stilbruch» taxiert. Bosshard aber war der Überzeugung, dass Gelb perfekt zum Namen «Sonne» passe.

Erstellt: 19.11.2019, 13:17 Uhr

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