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Jetzt erst recht!

Die Ablehnung der Schulfusion durch den Wildberger Gemeinderat so kurz vor der Abstimmung ist ein Affront. Einerseits gegen alle, die sich jahrelang für das Projekt eingesetzt haben. Andrerseits könnte er damit auch zahlreiche Wildberger Stimmbürger vor den Kopf stossen, die sich vor zwei Jahren an der Grundsatzabstimmung mit 88 Prozent Ja-Stimmen für weitere Fusionsverhandlungen ausgesprochen haben.

Die Wildberger Schulpflege muss jetzt in die Hosen steigen und den Stimmbürgern aufzeigen, warum die Schulfusion mit Turbenthal und Wila nach wie vor sinnvoll ist. Denn in der Region gibt es einige Beispiele, die zeigen, dass eine Fusionsabstimmung scheitern kann, wenn sich eine der Behörden dagegen ausspricht. Doch Argumente dafür gibt es zur Genüge – vor allem für Wildberg. Die Gemeinde würde nämlich zu den grössten Profiteuren einer Fusion gehören. Die Schule hat Mühe, ihren Betrieb zu finanzieren. Der Steuerfuss ist bereits gestiegen, doch das Geld reicht immer noch nicht. Auch das Thema Grenzbereinigung wäre bei der Ablehnung noch nicht gelöst. Es brauchte dann sowieso ein neues Projekt.

Leichtfertig gefährdet der Wildberger Gemeinderat Lösungen für die eigene Schule. Die Aussicht auf eine mögliche Fusion der drei politischen Gemeinden hat das Stimmvolk bisher nicht davon abgehalten, das Projekt zu unterstützen. Darum muss die Schulpflege nun Stärke zeigen und sagen: Jetzt erst recht! Sie muss die Wilberger von den Vorteilen überzeugen, wenn die jahrelange Vorbereitung auf die Abstimmung im November nicht umsonst gewesen sein soll.

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