Illnau-Effretikon

Kenia ist nicht nur ein Ferienland

Barack Obamas Halbschwester hilft armen Kindern in Kenia. Ein Illnauer Verein auch.

Sonja Gartenmann, verantwortlich für die Organisation des Anlasses und ehrenamtliche Mitarbeiterin bei GOA Schweiz – Hoffnung für Kenia, anlässlich ihres Aufenthalts in Kenia.

Sonja Gartenmann, verantwortlich für die Organisation des Anlasses und ehrenamtliche Mitarbeiterin bei GOA Schweiz – Hoffnung für Kenia, anlässlich ihres Aufenthalts in Kenia. Bild: PD

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Mit viel Publicity wurde letzten Sommer im Westen von Kenia ein Bildungszentrum für Jugendliche in Betrieb genommen. Auma Obama, die ältere Halbschwester des ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama, hatte es eröffnet. Das neue Sport- und Ausbildungszentrum liegt in Kogelo im Westen Kenias, dem Heimatort von Obamas Vater. Der Ex-US-Präsident wohnte der Zeremonie bei. Wenn junge Menschen in Kenia und Afrika eine kleine Chance bekämen, ihre Gefühle auszudrücken, würden sie lernen, dass ihre Stimmen die Welt verändern könnten, sagte Obama laut Medienberichten.

Obamas Hilfswerk ist nur eines von vielen. Kenia hat Hilfe von aussen bitter nötig. Die Kehrseite des Ferienlandes mit den schönen Stränden und den abenteuerlichen Safaris sind Hunger, Aids und Flüchtlingsströme. In der Hauptstadt Nairobi leben rund 60 000 Kinder und Jugendliche auf der Strasse.

400 Kilometer östlich von Obamas Kogelo liegt Mweiga. Ein ländlicher Ort mit meist trockenem Wetter und sandiger Erde. Bei schönem Wetter kann man den nahe gelegenen Mount Kenya bestaunen, einen erloschenen Vulkan und zweithöchster Berg Afrikas. Hier befindet sich eines von sieben Waisenhäusern, das vom Illnauer Hilfswerk GOA Schweiz – Hoffnung für Kenia unterstützt wird.

Schweizer Spendengelder

Sonja Gartenmann, eine ehrenamtliche Mitarbeiterin von GOA Schweiz, war 2015 für ein paar Wochen als Volontärin im Waisenhaus in Mweiga. «Dort erhalten Kinder nicht zuletzt dank Schweizer Spendengeldern ein Zuhause und Zugang zu Bildung.» Momentan steht dort der Bau eines Gebäudes für Küche und Aufenthaltsraum an, der den Kindern mehr Platz geben soll.

GOA Schweiz (Verein zur Unterstützung kenianischer Waisenhäuser) wurde 2010 von der damals 22-jährigen Illnauerin Rebekka Wehrli-Siegwart gegründet, um Waisenhäuser und andere Projekte des afrikanischen Hilfswerks GOA Kenya (Glory Outreach Assembly) zu unterstützen. Die Gründerin, die den Verein auch heute noch präsidiert, hatte zuvor mehrere Jahre in ihren Semesterferien Freiwilligenarbeit in Kenia geleistet.

Heute sendet GOA Schweiz laut eigenen Angaben jährlich über 400 000 Franken Spendengelder nach Kenia und ist auf zwölf ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angewachsen, die verschiedenen Kirchen angehören.

(Landbote)

Erstellt: 14.05.2019, 08:44 Uhr

Jahresfest

Am kommenden Samstag von 16.30 bis 18.30 Uhr findet in der Kirchgemeinde FEG in Effretikon das neunte Jahresfest von GOA Schweiz statt. Interessierte erhalten Einblicke in die Lebensumstände in Kenia und wie dort trotz widriger Umstände Hilfsprojekte entstanden, die vernachlässigten Kindern Perspektiven eröffnen.

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