Illnau-Effretikon

Kinder heute, Kinder 1918

Das neue Illnau-Effretiker Jahrheft porträtiert Menschen, die in der Stadt aufgewachsen sind.

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Das Jahrheft kann online auf www.hotzehuus.ch bestellt werden. Bild: zvg

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Wer an seine Kindheit denkt, der kommt unweigerlich auf das Thema Schule. So auch Ueli Müller, Stadtpräsident von Illnau-Effretikon. Im Vorwort zum eben erschienenen Jahrheft 2018 erinnert er sich an die Schiefertafel mit dem Griffel und «ganz wichtig», wie er sagt, an den Pausenplatz mit der Kletterstange und dem Sand, in dem er und seine Mitschüler sich auf die Suche nach Fischzähnen machten. «Aufwachsen» ist das Thema des neuen Jahrhefts, es ist die 24. Ausgabe. Sie erzählt die Geschichten von zehn Personen zwischen 5 und 100 Jahren, die ihre Kindheit in Illnau-Effretikon verbrachten. «Es hat sich enorm viel verändert in den letzten 100 Jahren», sagt Lotti Isenring. Sie ist Vorstandsmitglied des Hotzehuus-Vereins, der das Jahrheft herausgibt. Sie hat das dreiköpfige Redaktionsteam geleitet. «Aber etwas ist gleich geblieben. Schule und Familie sind immer noch sehr wichtig.» Das habe sie auch während der Interviews gespürt, die sie während der Sommermonate geführt hat.

Beeindruckende Menschen

Die Menschen, die Isenring getroffen hat, haben sie beeindruckt. Die 100-jährige Marie Berweger-Mäder aus Bietenholz zum Beispiel. Als Berweger-Mäder zehn Jahre alt war, verlor sie ihre Mutter, die an einer Grippe starb. Von da an musste sie mit ihrer 15-jährigen Schwester den Haushalt führen und dem Vater «bim Puure hälfe», wie es im Heft steht. «Es ist eindrücklich, welche Kraft die Frau heute noch ausstrahlt», sagt Isenring. Marie Berweger-Mäder lebt heute im Alterszentrum.

Beeindruckt hat Isenring auch der sechsjährige Effretiker Kindergärtler Leon Naser, der aus einer kurdischen Familie stammt und in der Schweiz geboren ist. «Leon möchte alles selbst machen», sagt sie. So darf ihm etwa die Mutter morgens beim Anziehen nicht helfen. Auch erfinde er immer wieder Neues. Aus einer simplen Visitenkarte habe er eine Spielzeug-Fotokamera gebastelt.

Die Jahrheft-Redaktion hatte sich das Thema Kindheit und Aufwachsen in der Stadt schon länger auf der Wunschliste notiert, wie Isenring sagt. Als sie dann entschied, es für die neuste Ausgabe zu verwenden, sollten Menschen aus verschiedenen Kreisen und Altersgruppen zu Wort kommen. Es entstanden Porträts von Bauern-, Fabrikanten-, Handwerker- und Lehrer-Kindern aus den Ortsteilen Bietenholz, Illnau, Bisikon, Effretikon und Kyburg.

Geschichte, die man liest

Ziel des Hotzehuus-Vereins ist es, den Leuten die Geschichte näher zu bringen. «Und zwar auf eine Art, wie man sie gerne liest», sagt Isenring. 2000 Exemplare des Jahrhefts wurden gedruckt. 1400 Hefte werden mit Einzahlungsschein versandt, zum Beispiel an Behördenmitglieder und weitere Interessierte.

Ab nächster Woche kann man es für zehn Franken im Effretiker Stadthaus, in den Bibliotheken und in der Bäckerei Nüssli in Illnau kaufen. (neh)

Erstellt: 27.12.2017, 16:35 Uhr

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