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Neues Gesundheitszentrum eröffnet

Wila Care solle die führende Arztpraxis im Tösstal werden.

Der Wilemer Hausarzt Hans-Peter Mösch ist sehr zufrieden mit seiner neuen Praxis.
Der Wilemer Hausarzt Hans-Peter Mösch ist sehr zufrieden mit seiner neuen Praxis.
Heinz Diener

Der Wilemer Hausarzt Hans-Peter Mösch ist zufrieden. Anfang Februar konnten er und sein Team in die neuen Räume des Gesundheitszentrums Wila Care zügeln: «Es gefällt mir sehr, wir konnten im vornherein vieles einbringen», sagte Mösch. Seit 1991 ist der Allgemeinmediziner in Wila tätig, noch ungefähr vier Jahre lang will er weitermachen. Danach braucht es eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger – die schwierige Suche danach ist einer der Hauptgründe für die neue Praxis.

«Wir haben Mitbewerber»

Am Mittwochabend fand die offizielle Eröffnung des Gesundheitszentrums statt. Mehr als 160 Personen fanden sich ein und Gemeindepräsident Hans-Peter Meier buk in seiner Rede keine kleinen Brötchen: Wila Care solle die führende Praxis im Tösstal werden, sagte er: «Im Gegensatz zu anderen Gemeinden hat Wila noch Potential und Chancen.»

«Im Gegensatz zu anderen Gemeinden hat Wila noch Potential und Chancen.»

Hans-Peter Meier,Gemeindepräsident Wila

Man habe Mitbewerber im Tösstal und nicht alle hätten sich über das Projekt Wila Care gefreut. Politiker und Ärzte aus der Gegend seien mit Befürchtungen auf ihn zugekommen, als die Idee bekannt geworden war, erzählte Meier. «Jeder kämpft um seine Körnchen.» Die Musik der Gesundheitsversorgung solle aber in Wila spielen.

Entstanden war die Idee für ein Wilemer Gesundheitszentrum in einer Gruppe Privatpersonen um Hausarzt Mösch. Innert zwei Monaten hatten sich 100 Vereinsmitglieder gefunden, erzählte Verwaltungsratspräsident und Mitgründer Michael Hutzli. Erstaunlich schnell kamen danach auch die 360000 Franken zusammen, die für die Gründung einer Aktiengesellschaft gebraucht wurden.

Mitte 2018 erfolgte der Spatenstich für den Praxisneubau. Heute zählt der Verein 150 Mitglieder. Wer ebenfalls Teilhaber werden wolle, könne auch jetzt noch Aktien zeichnen oder sich mit einem Darlehen beteiligen, sagte Hutzli am Mittwoch.

Platz für acht Ärzte

Fünf Ärzte und Ärztinnen werden zu Beginn in der neuen Praxis arbeiten: Nebst Hausarzt Mösch und seiner Frau Daniela Mösch, Psychiaterin und Psychotherapeutin, sind ein weiterer Allgemeinmediziner, ein Orthopäde und eine Psychoonkologin eingezogen. Ein dreiköpfiges Hebammenteam ist ebenfalls dort basiert.

Das langfristige Ziel sei auf jeden Fall, zwei Allgemeinmediziner in Wila zu haben, sagte Verwaltungsratspräsident Michael Hutzli. Das sei nötig, um die 2000-Seelen-Gemeinde ausreichend versorgen zu können. Je nach Arbeitszeitregelung könnte die Praxis auf ihren 300 Quadratmetern bis zu acht Ärzte beherbergen.

Wila als Arbeitsort für Ärztinnen und Ärzte attraktiv zu machen, war die tragende Idee hinter Wila Care. Die Suche nach Hausärzten ist in ländlichen Gebieten oft mühselig, das bestätigte auch Mösch. Im Mai habe ihm eine potentielle Nachfolgerin zugesagt, nach Wila zu kommen. Im November dann sagte sie wieder ab, sie wolle nun doch nicht in die Selbstständigkeit. «Das war natürlich schade», sagte er. Die neue Praxis sei aber sehr vielseitig und er sei überzeugt, dass sich weitere Leute finden werden.

Andere wollen das Konzept

Es seien gleich mehrere Glücksfälle aufeinander getroffen, sagte Gemeindepräsident Meier. Er begrüsse es, dass die Idee aus der Bevölkerung heraus entstanden sei und auch von ihr getragen werde. Hutzli bedankte sich ebenfalls für die breite Unterstützung aus Lokalpolitik und Gewerbe: «Dass es eine gute Idee gewesen ist, zeigt sich auch daran, dass wir schon mehrmals darauf angesprochen worden sind, unser Konzept zu verkaufen», sagte er.

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