Russikon

Nun kommt die Turnhalle doch

Der Gemeinderat nimmt die Planung der neuen Turnhalle nach langer Pause wieder auf. Die Finanzlage habe sich verbessert.

Ein Neubau für die alte Turnhalle ist wieder aktuell.

Ein Neubau für die alte Turnhalle ist wieder aktuell. Bild: Donato Caspari

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Schon lange wünschen sich die Russiker eine neue Turnhalle. Das alte Exemplar der Primarschule hat das Baujahr 1954 und entspricht den Anforderungen der Vereine nicht. «Gewisse Sportarten benötigen bestimmte Hallenmasse», sagt Gemeindepräsident Hans Aeschlimann. Darum soll anstatt der bisherigen Einfachhalle eine Doppelturnhalle entstehen.

Ein schweres Erbe

Im Jahr 2015 erbte die Gemeinde Russikon rund vier Millionen Franken eines Einwohners. Damals kündigte der Gemeinderat an, das Geld auch für die Sanierung der alten Turnhalle zu brauchen. Die Planung wurde aufgenommen, doch Ende 2016 dann die Enttäuschung: Das Projekt wurde auf Eis gelegt. «Wir waren zu optimistisch», hiess es damals von Seiten des Gemeindepräsidenten Aeschlimann. Mit der Erarbeitung für das Budget 2017 wurde die Finanzplanung angepasst. «Es gibt dringendere Investitionen, die wir nicht aufschieben können», hiess es.

«Gewisse Sportarten benötigen bestimmte Hallenmasse.»Hans Aeschlimann, 
Gemeindepräsident

Die Bevölkerung ärgerte sich und verstand den Entscheid nicht. Bei der Budget-Gemeindeversammlung 2016 stellte ein Bürger den Antrag auf einen 900 000 Franken hohen Budgetposten für den Bau einer neuen Turnhalle. Die Mehrheit der Leute stimmte dafür, obwohl der Gemeinderat dagegen war. So kam der Posten auf den Plan für 2017. Geplant und umgesetzt wurde damit nichts. «Weil die Planung sistiert war, wurde das Geld nicht genutzt», sagt Aeschlimann.

Veränderte Lage

Nun hat der Gemeinderat bekannt gegeben, dass er die Planung für die neue Turnhalle wieder aufgenommen habe. «Der Cash-Flow hat sich verbessert», sagt Aeschlimann. Das Steueraufkommen sei stärker, das bedeute mehr Einnahmen. Den bereits bewilligten Kredit von 110 000 Franken hat der Gemeinderat auf 137 000 Franken erhöht. Die alten Planungsansätze aus 2016 werden nun nochmals überarbeitet. «Es ist noch zu früh, um etwas Konkretes sagen zu können.» Das einzig Sichere sei, dass es sich beim Neubau um eine Doppelturnhalle auf dem Schulareal handeln werde. Der genaue Standort sei jedoch noch unklar.

Erneute Planung

Nach den Herbstferien wird die Planungskommission mit der Arbeit beginnen. Man wolle abklären, was die neue Turnhalle alles bieten müsse. «Eine Möglichkeit wäre, die Tagesstrukturen der Schule darin zu integrieren», sagt der Gemeindepräsident. Damit gemeint ist beispielsweise der Mittagstisch, der momentan in einem Pavillon untergebracht ist.

Das Büro BBS Ingenieure AG aus Winterthur wurde mit der Bauherrenbegleitung beauftragt. Bereits 2016 hatte es das Projekt bearbeitet. (Landbote)

Erstellt: 10.10.2018, 11:37 Uhr

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