Weisslingen

Pfadiheim geplant, noch fehlt ein Haufen Geld

Das Bauvisier steht, doch ein neues Heim für die Weisslinger Pfadfinder ist noch nicht gesichert: Für den Bau fehlen 650 000 Franken.

Das PFadiheim Weisslingen soll erneuert werden.

Das PFadiheim Weisslingen soll erneuert werden. Bild: zvg

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Das Weisslinger Pfadiheim im Gebiet Mettlen ist in die Jahre gekommen. Der Gönnerverein, Besitzer und Betreiber des Heims, hat es im Jahr 1980 aus einer alten SBB-Baracke auf einem Betonfundament gebaut. 1993 wurde es vergrössert, fünf Jahre später eine Küche eingebaut und im Jahr 2005 renoviert.

Nun ist die Baute nicht mehr zeitgemäss. Die Holzkonstruktion ist sehr alt und die Infrastruktur zwar funktionsfähig, aber veraltet. Nicht nur Pfadis der lokalen Abteilung Diviko nutzen es. Auch Private, Schulen, Vereine und Auswärtige halten sich regelmässig darin auf. An durchschnittlich 111 Tagen im Jahr ist es vermietet.

Der Verein warnt

Das werde jedoch kaum so bleiben, warnt der Verein. Es seien dringend Investitionen nötig. Wird das Gebäude nicht renoviert oder erneuert, kann es in den nächsten zehn Jahren nicht mehr vermietet werden. Und ohne die Mieteinnahmen ist der Verein über kurz oder lang auch nicht mehr in der Lage, das Heim zu unterhalten.

Das Problem ist jedoch: Ein Neu- oder Umbau übersteigt die finanziellen Möglichkeiten des Vereins. Seit Juni ist eine Baukommission daran, mit Hilfe des Walder Architekten Walter Steinmann einen sogenannten Teilersatzbau zu planen. Gemäss ersten Schätzungen kommt dieser auf rund 950 000 Franken zu stehen. Das Baugesuch ist bei der Gemeinde deponiert, der Verein erwartet die Baubewilligung in diesem Jahr.

Grössere Fläche

Das Projekt sieht eine etwas grössere Gesamtfläche vor. Teile des Gebäudes sollen in ihrer Substanz erhalten bleiben: die Treppenanlage mit dem Korridor und dem Entrée im Untergeschoss. Die Schlafräume werden vom Unter- ins Obergeschoss verlegt und erhalten Fenster. Neben einem Massenlager wird es auch kleinere Räume geben. Die Nasszellen bleiben im Untergeschoss, es kommen zwei Gruppenräume hinzu, die von aussen her separat zugänglich sind. Ausserdem soll die Ölheizung durch eine Wärmepumpe ersetzt werden.

Im Erdgeschoss wird die augenfälligste Änderung die Fassade sein: Sie erhält grosse Fenster. Die Nutzer können so direkt auf die grüne Wiese blicken. Hier werden der Koch- und Essbereich, ein Gruppenraum sowie zwei Nebenzimmer angeordnet. Holz wird das Hauptmaterial des Hauses bleiben. Nur das Untergeschoss besteht (heute schon) aus Beton und Backsteinen.

«Auch Materialspenden und Arbeitsstunden sind willkommen»Akmal Faruqui, 
Präsident Gönnerverein

Der Verein kann den Bau aber erst realisieren, wenn die Finanzierung gesichert ist, wie Akmal Faruqui, Präsident und Kassier des Gönnervereins, sagt. Rund 100 000 Franken hätten sie aus eigenen Mitteln beisammen. Der Rest soll über Swisslos-Gelder, private Spender, Stiftungen und Firmen finanziert werden. «Auch Materialspenden sowie Arbeitsstunden sind willkommen», sagt Präsident Faruqui. Eine Finanzkommission ist seit Dezember daran, Gelder aufzutreiben.

Seitens der Gemeinde werde es höchstens einen symbolischen finanziellen Beitrag geben, sagt Gemeindepräsident Andrea Conzett auf Anfrage. Denn die Gemeinde wolle nicht einzelne Vereine übermässig bevorzugen. Das Pfadiheim steht auf gemeindeeigenem Land und ist im kostenlosen Baurecht gebaut. Somit habe die Gemeinde schon immer einen beträchtlichen Beitrag geleistet, sagt Conzett. Im besten Fall könnten die Bauarbeiten im Herbst/Winter 2018 beginnen. Rund sechs Monate sollen sie dauern.

Wer das neue Pfadiheimunterstützen möchte, meldet sich bei Akmal Faruqui, Präsident Gönnerverein Pfadiheim Weisslingen: akmal_faruqui@yahoo.com, www.pfadiheim-wislig.ch

(Der Landbote)

Erstellt: 10.01.2017, 14:45 Uhr

Das Pfadiheim wurde einst aus einer alten SBB-Baracke gebaut. (Bild: Johanna Bossart)

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@landbote.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 052 266 99 85. Mehr...

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@landbote.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 052 266 99 85. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Werbung

KIWI

Kiwi Kinos Winterthur