Russikon

Schwimmbad füllen auf Voranmeldung

Private, die in Russikon ihr Schwimmbecken mit Wasser füllen möchten, müssen sich mit dem Brunnenmeister absprechen. Sonst rückt dieser aus.

Das Auffüllen des privaten Pools muss koordiniert sein. Sonst geht in der Nacht der Alarm los.

Das Auffüllen des privaten Pools muss koordiniert sein. Sonst geht in der Nacht der Alarm los. Bild: Shotshop

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In den öffentlichen Schwimmbädern hat die Saison vielerorts schon angefangen. Und sobald die schönen und wärmeren Tage wieder häufiger werden, machen sich auch viele Hauseigentümer daran, ihre privaten Pools mit frischem Wasser zu füllen.

In Russikon sowie auch in Fehraltorf und Pfäffikon kann das nicht jeder einfach dann tun, wann es ihm gefällt. Im aktuellen lokalen Mitteilungsblatt «äxgüsi» steht deshalb: «Es ist notwendig, das Befüllen der Schwimmbäder zu koordinieren.»

«Es könnte ja irgendwo eine Leitung gebrochen sein.»Hansruedi Scherrer,  Wasserversorgungs- Genossenschaft Russikon

Mit anderen Worten: Die Schwimmbadbesitzer müssen mit dem zuständigen Brunnenmeister vorgängig Kontakt aufnehmen. Und als Grund steht weiter: «Damit die Wasserversorgung nicht ins ‹Schwimmen› kommt.»

Auf Anfrage erklärt Hansruedi Scherrer, Aktuar bei der Wasserversorgungs-Genossenschaft Russikon, dass nicht etwa Wassermangel das Problem sei. Sondern: «Damit der Wasserwart Bescheid weiss, wenn auf einmal der Alarm losgeht.»

Denn die Überwachungsanlage ist nachts zwischen 2 und 4 Uhr so eingestellt, dass sie bei einem plötzlichen überdurchschnittlich hohen Verbrauch sofort anschlägt. «Es könnte ja irgendwo eine Leitung gebrochen sein», sagt Scherrer.

Dann würden aber auch die sogenannten Logger, Geräuschpegel-Messgeräte, die sich an bestimmten Punkten im Verteilnetz befinden, viel höhere Rauschgeräusche aufzeichnen. Diese machen es für den Brunnenmeister einfacher, das Leck rasch zu orten.

Verbrauch steigt rasch

In Russikon alleine sind auf Google Maps auf Anhieb rund 30 Schwimmbecken auszumachen, in Rumlikon sind es ein Dutzend. Füllen nun beispielsweise die Russiker alle am gleichen Tag auf, dann steigt der Verbrauch schnell einmal auf 600 Kubikmeter Wasser. Das entspricht 600 000 Litern. Zum Vergleich: Ein Mensch verbraucht fürs Baden oder Duschen etwa 40 Liter.

«Ich bin schon wegen eines Rasensprengers ausgerückt.»Kurt Mosimann,  
Brunnenmeister

Kleine Kinderplanschbecken sind von der Meldepflicht ausgenommen. «Aber ab sechs Kubikmetern, also 6000 Litern, wären wir froh um Bescheid», sagt Brunnenmeister Kurt Mosimann. Er übt sein Amt seit 28 Jahren aus und sei schon oft ausgerückt. Aber nicht etwa wegen eines Schwimmbeckens, sondern wegen eines Rasensprengers, der nachts um 22 Uhr noch lief.

Die Schwimmbadbesitzer werden im «äxgüsi» zudem dazu angehalten, ihre Becken ausschliesslich mit dem Gartenschlauch zu füllen. Dies, damit die verbrauchte Menge auch über den eigenen Wasserzähler abgerechnet werden kann.

Hydranten für Eigengebrauch

Selbstverständlich ist das nicht. Denn es kommt immer mal wieder vor, dass Hauseigentümer Hydranten anzapfen. Das Wasser aus dem Hydranten dient jedoch ausschliesslich dazu, Feuer zu löschen oder allenfalls Strassen und Kanalisationen zu reinigen. Wolle man seinen Pool damit füllen, brauche es eine besondere Bewilligung der betroffenen Brunnen- oder Wasserversorgungsgenossenschaft, sagt Hansruedi Scherrer.

In Russikon wird die Wasserversorgung durch insgesamt sechs verschiedene Organisationen sichergestellt. Knapp die Hälfte aller Wohneinheiten in der Gemeinde sind Einfamilienhäuser. Die Schwimmbeckendichte liege aber im normalen Bereich, sagen Scherrer und Mosimann unisono.

(Der Landbote)

Erstellt: 11.05.2018, 15:34 Uhr

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