Illnau-Effretikon

Stadtrat beantragt einen tieferen Steuerfuss

Um drei Prozentpunkte auf 110 Prozent soll er sinken, der Steuerfuss von Illnau-Effretikon. Der Stadtrat präsentiert ein «sehr erfreuliches» Budget 2020 mit einer schwarzen Null.

Der Stadtrat von Illnau-Effretikon vill den Steuerfuss auf 110 senken.

Der Stadtrat von Illnau-Effretikon vill den Steuerfuss auf 110 senken. Bild: Archiv, Melanie Duchene

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Finanzvorstand Philipp Wespi (FDP) zeigte sich am Montag sehr zufrieden mit den Zahlen, die er mit dem Budget 2020 gegenüber den Medien präsentieren durfte. Und er nahm das Thema «Steuerfuss» gleich vorweg: «Der Stadtrat will den Steuerfuss senken.» Und zwar von 113 auf 110 Prozentpunkte. «Wir können es uns leisten», sagt Wespi.

Möglich machten dies höhere Erträge und tiefere Investitionen in den vergangenen Jahren sowie im Rechnungsjahr. Und auch in Zukunft sieht es gut aus. Denn gemäss dem stadträtlichen Finanzplan werden 2021 noch ein kleines Plus und dann geringfügige Defizite resultieren. Doch ab 2023 werde man den Steuerfuss wieder erhöhen müssen, kündigt Wespi an.

Drei Steuerprozente machen 1,1 Millionen Franken aus, welche die Stadt weniger einnehmen wird. Doch effektiv habe der Stadtrat gegenüber dem Budget 2019 «nur» 0,4 Millionen Franken tiefere Steuereinnahmen vorgesehen, sagt der Finanzvorstand. Dies, weil andere Posten im Budget stiegen, etwa die Einkommenssteuern natürlicher Personen früherer Jahre.

«Wir können die Investitionen aus eigener Kraft finanzieren.»Philipp Wespi (FDP), 
Finanzvorstand Illnau-Effretikon

Bei einem Aufwand von 115,49 Millionen Franken ist für das kommende Jahr unter dem Strich ein Plus von 63000 Franken vorgesehen. Das budgetierte Ergebnis hätte noch besser ausfallen können. Doch der Stadtrat will eine Einlage in die finanzpolitische Reserve von 4 Millionen Franken tätigen. Ziel ist es, künftige Verluste oder höhere Investitionen und damit höhere Abschreibungen zu kompensieren, wie Wespi sagt. «Denn im Moment sind die Abschreibungen tief.» Das hat mit dem neuen Rechnungslegungsmodell HRM2 zu tun, in dem die Investitionen linear zu tieferen Sätzen abgeschrieben werden.

Mehr Ressourcenausgleich

Das erfreuliche Ergebnis ist insbesondere einem höheren Ressourcenausgleich zu verdanken. Er ist gegenüber dem Budget 2019 um 5,1 Millionen höher ausgefallen und beträgt 22,7 Millionen Franken. Effektiv sind es aber wegen der neuen Verbuchungsmethode nur 300000 Franken. Man habe den Posten diesmal gemäss den Angaben des Kantons budgetieren können, «während wir im Vorjahr noch schätzen mussten», sagt Wespi.

Trotzdem sind die Ausgaben gegenüber dem Vorjahr von 110,1 Millionen auf 115,5 Millionen Franken gestiegen. Höhere Kosten fallen vor allem in der Bildung an. Die Schülerzahlen haben zugenommen. Es braucht mehr Klassenassistenzen im Kindergarten und in der Sonderpädagogik. Doch auch die Ausgaben in der ambulanten Pflege steigen. In der stationären Pflege nehmen sie jedoch ab. «Das ist erfreulich und entspricht unserer Strategie», sagt Wespi. Denn laut dieser sollen ältere Menschen so lange wie möglich zuhause bleiben können.

Kein Fremdkapital

Der Cashflow, die liquiden Mittel, bewegen sich mit 8,7 Millionen Franken innerhalb des vom Stadtrat definierten Zielbands. Man könne die Investitionen aus eigener Kraft finanzieren, so Wespi. Die Stadt muss kein Fremdkapital aufnehmen, der Selbstfinanzierungsgrad beträgt 78 Prozent. Die langfristigen Schulden werden per Ende 2020 bei 35 Millionen Franken bleiben.

Investitionen im steuerfinanzierten Haushalt sind für 11,1 Millionen Franken vorgesehen. Den grössten Posten macht mit 4,8 Millionen Franken die Renovation des Schulhauses Watt aus.

Erstellt: 21.10.2019, 18:09 Uhr

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles

Bonus-Angebote

Bonus-Angebote

Alle Bonus-Angebote im Überblick.