Illnau-Effretikon

Stadtrat soll Gastro-Angebot auf Schulanlage Eselriet prüfen

Ein parteiübergreifendes Postulat fordert den Ausbau der Infrastruktur für Vereine bei Anlässen.

Der Stadtrat von llnau-Effretikon muss die Verpflegungssituation beim Schulhaus Eselriet prüfen.

Der Stadtrat von llnau-Effretikon muss die Verpflegungssituation beim Schulhaus Eselriet prüfen. Bild: Melanie Duchene

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Nicht nur über Umweltthemen (Landbote online vom Donnerstag) herrschte an der Parlamentssitzung vom Donnerstagabend über die Parteigrenzen hinweg grosse Einigkeit, als sich die SVP für eine Holz-Heizzentrale einsetzte. Sondern auch über die Bedürfnisse der Vereine. Wenn es darum geht, diese zu befriedigen, dann kommen sich die Gemeinderäte in Illnau-Effretikon selten ins Gehege. Und so war es auch an der Doppelsitzung vom Donnerstag.

Kilian Meier (CVP) hatte ein Postulat eingereicht, mit dem er den Stadtrat darum bat, die Infrastruktur bei der Sporthalle Eselriet zu verbessern. Diese liegt auf der Primarschulanlage und ist nicht mit dem Sportzentrum zu verwechseln, zu dem auch das Freibad gehört. Wenn sich Vereinsleute bei einem Anlass verpflegen wollten, fehle es an einem Gastronomie- oder Mehrzweckbereich, sagte Meier. Vereinsmitglieder müssten im Freien essen, «zwischen Tür und Angel» oder sich mit einem Zelt behelfen. Zwar stünde im Moment noch eine der Turnhallen im Oberstufenschulhaus Watt für Anlässe zur Verfügung. Doch das «Casino Watt» werde verschwinden, sobald die Gebäude saniert würden.

Teures Wunschkonzert

Simon Binder (SVP) warnte vor einem Wunschkonzert und zu vielen Extrawünschen, die finanziell nicht drin lägen. Trotzdem unterstütze seine Fraktion das Ansinnen, sagte er. Denn es handle sich hier nicht einfach um eine Bieridee, sondern um ein breit abgestütztes Bedürfnis.

Beim Jugendparlament gehen die Meinungen auseinander
Das Anliegen ist nicht neu. Schon 2014 reichte der damalige Juso-Gemeinderat Fabian Molina eine Motion ein, mit der ein Gefäss für die Einreichung von politischen Vorstössen geschaffen werden sollte. Und zwar für Jugendliche unter 18 Jahren. Vor einem Monat haben in Winterthur junge Leute nach 25 Jahren das Jugendparlament neu lanciert. SP-Gemeinderat Markus Annaheim liess in seinem Postulat hingegen offen, ob es in Illnau-Effretikon nun ein Parlament, eine Session oder eine Kommission für Junge geben sollte. Der Stadtrat solle abklären, welche politische Plattform sich eignen würde. Ob es überhaupt eine braucht, zweifelten vor allem Vertreter der SVP an. Trotzdem muss sich der Stadtrat nun damit beschäftigen. Der Rat hat den Vorstoss überwiesen.(neh)

Dem schloss sich Claudio Jegen (JLIE) an. Die Vereine seien ein wichtiges Rückgrat in der Gesellschaft, die auf eine gute Infrastruktur bei der Verpflegung angewiesen seien. Maxim Morskoi (SP) verglich die bestehende Infrastruktur («es hat einen Stromanschluss und sonst nichts») mit jener anderer Gemeinden. Fehraltorf, Volketswil, Uster und Winterthur seien weit besser gestellt. Wobei es im Eselriet keine AXA-Arena brauche, wie er mit einem Augenzwinkern ergänzte.

Und Matthias Müller (CVP) lobte «die Fähigkeit dieses Parlamentes überparteilich etwas zustande zu bringen». Denn ausser der Unterschrift des Postulanten standen auch jene der drei Vorredner auf dem Vorstoss. Mit 33 zu 0 Stimmen überwiesen ihn die Gemeinderäte an Bildungsvorsteherin Erika Klossner (FDP), nachdem sie sich bereit erklärt hatte, das Postulat entgegen zu nehmen.

Erstellt: 04.10.2019, 16:20 Uhr

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