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Stadtrat unterstützt den Ausbau von Handyantennen

Ob es in Kyburg eine Handyantenne geben wird, ist weiterhin offen. Der Stadtrat will den Telecomanbietern aber bei der Standortsuche helfen.

Auf der ehemaligen Pfister-Schokoladenfabrik in Illnau steht eine 5G-Antenne.Foto: Marc Dahinden
Auf der ehemaligen Pfister-Schokoladenfabrik in Illnau steht eine 5G-Antenne.Foto: Marc Dahinden

Die Umrüstung bestehender Handyantennen auf 5G schreitet weiter voran. Vielerorts wehren sich Einwohner – meist erfolglos – dagegen. In Illnau-Effretikon blieb Widerstand bisher aus. Mit Ausnahme des Orts Kyburg, wo sich im vergangenen Jahr Private gegen den Bau einer neuen Antenne durch die Swisscom im Kirchturm wehrten.

Der Kyburger Gemeinderat Thomas Schumacher (SVP) hat sich dem Thema angenommen, er schlägt einen alternativen Standort ausserhalb des Dorfes beim Reservoir auf der Allmend vor. Baurechtlich gesehen, könnte die Swisscom dort eine Antenne bauen. Ein Gesuch hat sie aber noch nicht eingereicht, die Abklärungen seien noch im Gang, wie Mediensprecherin Sabrina Hubacher sagt. Das Projekt ist deshalb vorerst auf Eis gelegt.

Kein Wildwuchs

Schumacher hat die Suche nach einem Standort in Kyburg, wo die Abdeckung ungenügend ist, zum Anlass genommen, weitere Fragen in diesem Zusammenhang zu klären. In einer Interpellation fragt er den Stadtrat, wie dieser eine lückenfreie Mobilfunk-Abdeckung gewährleisten und gleichzeitig verhindern wolle, dass es zu einem «Wildwuchs» komme. Und: «Wie viele Baugesuche wurden in den vergangenen fünf Jahren eingereicht?»

«Viele möchten immer erreichbar sein, aber die Lasten sollen andere tragen.»

Thomas Schumacher, SVP-Gemeinderat

Es sind insgesamt 13 seit dem Jahr 2005. Davon vier in den letzten fünf Jahren. Bei dreien handelte es sich um eine Erweiterung einer bestehenden Anlage, bei allen anderen um einen Neubau. Laut dem Bundesamt für Kommunikation (Bakom) stehen auf dem Stadtgebiet mittlerweile zwei 5G-Anlagen, eine im Gebiet Nauen in Effretikon und eine in der Nähe des Quartiers Lätten an der Kempt in Illnau.

Grundsätzlich sei es Aufgabe der Netzanbieter, für eine genügende Netzabdeckung zu sorgen, hält der Stadtrat in seiner Antwort fest. Es bestehe keine Grundversorgungspflicht. Man sei aber an einer guten Abdeckung interessiert und unterstütze die Anbieter bei der Suche nach einem Standort.

Keine Spezial-Vorschriften

In der bestehenden Bau- und Zonenordnung der Stadt gibt es hierzu keine besonderen Vorschriften. Auch nicht in jener Version, die derzeit überarbeitet wird. Solange also die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt seien, müssten Antennen bewilligt werden, sagt der Stadtrat.

Trotzdem befürchtet er keinen Wildwuchs, vielmehr Probleme mit einer ungenügenden Abdeckung. So etwa in den Ortsteilen Ettenhusen und First. Er hat deshalb die Swisscom schon im Jahr 2016 schriftlich dazu aufgefordert, eine Verbesserung des Netzes zu prüfen.

Und wie sieht es mit den gesundheitlichen Schäden aus, die viele befürchten? So haben laut einer kürzlich von «20min.ch» durchgeführten Umfrage 58 Prozent der Befragten Angst um ihre Gesundheit. Die Mehrheit ist darum gegen einen flächendeckenden Ausbau des 5G-Netzes.

Schumacher kann die Befürchtungen sehr gut verstehen, wie er sagt. Aber es sei wie beim Atommüll: «Viele möchten immer und überall erreichbar sein, aber die Lasten sollen andere tragen.» Das ginge nicht auf. Er vertraue den Fachleuten, die sagten, dass die Strahlen nicht schädlich seien. Und auch sonst ist er mit der «sehr ausführlichen Antwort» des Stadtrates zufrieden. Sie kommt am Donnerstag vors Parlament.

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