Bauma

Sternenberg bekommt ein neues Herz

Dem Wiederaufbau des Restaurants Sternen in Sternenberg steht nichts mehr im Weg. Die letzte Hürde nahm die Wirtin so schwungvoll, dass die Zukunft besser den je ausschaut.

Marianne Brühwiler will den Sternen neu bauen, jetzt hat die Finanzierung geklappt.

Marianne Brühwiler will den Sternen neu bauen, jetzt hat die Finanzierung geklappt. Bild: Marc Dahinden

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Über Nacht zahlte jemand einen grösseren Beitrag auf das Spendenkonto für den Sternen ein und damit war es so weit: Die Marke von 50000 Franken ist geknackt. Marianne Brühwiler, die Wirtin des Sternen erinnert sich. Es war, als ob ihr Steine aus den Schuhen genommen würden. Seit zwei Jahren scheute sie keinen Aufwand, das Restaurant Sternen wieder aufzubauen. Im Dezember 2016 brannte es bis auf die Grundmauern nieder.

Die 50000 Franken zu erreichen, war aus mehreren Gründen der entscheidende Meilenstein. Ohne diese Hürde wäre der Neubau wohl nicht möglich gewesen. 185000 Franken von der Schweizerischen Berghilfe waren an den Erfolg des Crowdfundings gekoppelt. Zusammen mit dem Geld der Versicherung und dem Fremdkapital, das die Wirtin Marianne Brühwiler aufgenommen hat, steht nun dem Bau des neuen Sternen nichts mehr im Weg. Dank ihrem Einsatz und 179 Unterstützern, mit Spenden von durchschnittlich 336 Franken.

Breite Unterstützung

Viele Unterstützer seien aus dem Dorf oder Gäste des Sternen, neue und alte Freunde und Bekannte von ihr, sagt Marianne Brühwiler. Aber auch Firmen aus Bauma haben das Crowdfunding mit Beiträgen unterstützt. Sogar Leute ohne grosses Interesse für internetbasierte Finanzierungsformen hätten sie unterstützt. Einmal drückte ein Wanderer Marianne Brühwiler hundert Franken in die Hand. Sie bezahlte das Geld selber auf das Konto der Crowdfunding-Plattform ein.

Eine schöne Tür braucht es

Etwas mehr als 60000 Franken sind so aus der «Crowd» für den Neubau hinzugekommen. Damit kann Marianne Brühwiler den neuen Sternen so aufbauen, wie sie sich das vorgestellt hat. Handgeschlagene Schindeln aus dem Glarnerland an der Fassade, holzige Fensterläden, eine massive, handgemachte Holztüre aus der Werkstatt eines lokalen Schreiners. Letzteres wurde gerade erst in den letzten Tagen realistisch, als die Fünfzigtausend-Franken-Hürde bereits geschafft war. Der Unterschied zwischen einer normalen Restauranttür und einer, die dem Bau würdig sein soll, beträgt schnell mal das Vierfache. Marianne Brühwiler rechnet mit rund 8000 Franken.

Am Sternen hängt Herz

Aber im Überfluss wird der neue Sternen nicht gebaut werden. «Ich habe zuvor einfach sehr, sehr knapp gerechnet», sagt Marianne Brühwiler. Nun kann der Bau mit etwas weniger knappen Mitteln gebaut werden. Das heisst aber nicht, dass das Budget nun grösser wurde. Durch das zusätzliche Geld konnte sie mehr Eigenkapital bei der Bank angeben. Auf diese Weise würden die jährlichen Rückzahlungen an die Bank etwas schrumpfen, sagt Marianne Brühwiler. «So muss ich im Betrieb in den nächsten Jahren nicht ganz so streng kalkulieren», sagt die Wirtin. Am Sternen hängt viel Herz, deshalb hat wohl auch das Crowdfunding gut funktioniert. Ein 90-jähriger Mann habe der Wirtin letztens zum Erfolg gratuliert. Als das Restaurant Sternen in Sternenberg noch von Marianne Brühwilers Vor-Vor-Vorgängern geführt wurde, da habe er dort als Knecht gearbeitet. Und jetzt wird dieser Ort, wenn auch anders, doch wieder aufgebaut. (Landbote)

Erstellt: 28.02.2019, 08:56 Uhr

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