Illnau-Effretikon

Trotz Regen zum Wassersparen aufgerufen

Die Stadt hat erneut an ihre Bürger appelliert. Weil sich der Grundwasserspiegel noch nicht erholt hat, sollen sie etwa keine Vollbäder nehmen.

Auf Vollbäder verzichten sollen die Illnau-Effretiker im Moment.

Auf Vollbäder verzichten sollen die Illnau-Effretiker im Moment. Bild: Pixabay

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Die heissen und trockenen Sommertage sind vorbei, und dank dem Regen hat sich das Braun der Wiesen allmählich wieder in ein Grün verwandelt. Trotzdem bleibt das Wasser knapp. Zumindest in Illnau-Effretikon und den benachbarten Gemeinden. Dort hat die Regierung die Bevölkerung erst kürzlich wieder dazu aufgerufen, Wasser zu sparen. Die Einwohner sollen weder Autos noch Vorplätze waschen und kein Vollbad nehmen. Auch das Bewässern von Rasenflächen sollen sie unterlassen und die Gärten nur minimal, also mit der Giesskanne bespritzen.

Es handelt sich zwar formal um kein Verbot. Denn ein solches hätte der Stadtrat beschliessen müssen und wäre die nächsteEskalationsstufe, wie Tiefbauvorstand Erik Schmausser (GLP) sagt. «Aber wir appellieren an die Vernunft der Bürger.» Man habe eine entsprechende Meldung auf dem Internet aufgeschaltet, an Bushaltestellen angebracht und in der Lokalzeitung «regio» publiziert.

Bezug gedrosselt

Die lange andauernde Trockenheit hat dazu geführt, dass die Zuläufe des Grundwassers nahezu stagnieren. Um eine weitere Absenkung des Grundwasserspiegels zu verhindern, haben die verantwortlichen Fachleute den Bezug im Grundwasserpumpwerk Barmatt in Fehraltorf gedrosselt. Von dort wird das Wasser verteilt. Illnau-Effretikon hängt an zwei Gruppenwasserversorgungen. Die eine, die Gruppenwasserversorgung FIR, versorgt auch Fehraltorf und Russikon.

Senkt sich der Grundwasserspiegel unter eine kritische Marke, «können sich die hydrologischen Bedingungen derart verändern, dass der dortige Grundwasserstrom gefährdet ist», erklärt Schmausser. Mit anderen Worten: Er könnte ganz versiegen.

Dank der Tatsache, dass die Pumpen nun weniger laufen und Trinkwasser zugekauft wird, habe dieser aber zumindest konstant gehalten werden können. Die Gruppenwasserversorung FIR greift jetzt auf umliegende Gemeinden, etwa Pfäffikon, Volketswil, oder eben die zweite Gruppenwasserversorgung Lattenbuck zurück. An Letzterer sind auch Bassersdorf, Dietlikon, Nürensdorf, Wangen-Brüttisellen und Wallisellen angeschlossen.

Um das Trinkwasser weiter zu schonen, würden einige Landwirte schon seit längerem Wasser direkt aus Bächen sowie geklärtes Abwasser beziehen. Und um beispielsweise Fussballplätze zu spritzen, setzt man gereinigtes Schwimmbadwasser ein. Auch die rund 40 am Leitungsnetz angeschlossenen Laufbrunnen sind weiterhin ausser Betrieb.

Eine Woche Regen nötig

Der Aufruf zum Wassersparen gilt bis auf weiteres. Wenigstens hätten die letzten Regenfälle dazu geführt, dass weniger Gärten begossen würden, sagt Schmausser. Noch sei aber nicht absehbar, wann sich die Lage normalisiere. Denn: «Es müsste mindestens eine Woche lang regnen.» (neh)

Erstellt: 05.09.2018, 15:59 Uhr

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