Wildberg

Wassermessen per Funk und eine Regenwasserleitung für trockene Vorplätze

Die Stimmbürgerinnen entscheiden am Mittwoch über neue Wasserzähler und ein Bauprojekt in der Luegetenstrasse. Es geht um Finanzierungen in der Höhe von 780 000 Franken.

Am Mittwoch findet in Wildberg Gemeindeversammlung statt.

Am Mittwoch findet in Wildberg Gemeindeversammlung statt. Bild: Natalie Guinand

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An der Gemeindeversammlung in Wildberg am Mittwoch, werden sich die Geschäfte um Wasser drehen. Es geht um zwei Fragen: Wie misst man den Wasserverbrauch effizienter? Und was tut man gegen die überschwemmten Vorplätze im Sunnhaldenquartier?

Ein schwieriger Auftrag

Momentan geht ein Beauftragter der Gemeinde jeweils im November und Dezember bei den Bürgern von Wildberg vorbei, um den Stand der Wasserzähler abzulesen. Ein Auftrag, der sich immer aufwändiger gestaltet, wie die Gemeinde in ihrem Infoblatt schreibt. Der Zutritt zu den Liegenschaften werde immer schwieriger.

Was für einen Mensch einen erheblichen Aufwand bedeutet, könnte durch die richtige technische Lösung ganz einfach geschehen: Wasserzähler, die per Funkverbindung ausgelesen werden, ersparen den Gang zu den Wasserkästen. Genau solche Wasserzähler will Wildberg nun anschaffen. Dazu braucht der Gemeinderat jedoch die Zustimmung der Bürgerinnen. Doch die Chancen zu einem Ja der Gemeindeversammlung am Mittwoch scheinen nicht schlecht zu stehen: Auch die Rechnungsprüfungskommission (RPK) von Wildberg gibt grünes Licht für die funkenden, neuen Wasserzähler.

Einbau in drei Etappen

Die funkbetriebenen Wasserzähler würden bei Annahme noch in diesem Jahr in drei Etappen in den Wildberger Haushalten installiert. Der Gemeinderat beantragt dazu 145 000 Franken. Sorgen um die Strahlungswerte der kleinen Funkstationen sind wohl eher unbegründet. Die Sendeleistung der neuen Wasserzähler bewegt sich in einem sehr schwachen Bereich. Mit 10 Milliwatt wird die Sendeleistung des neuen Wasserzählers etwa 200-Mal geringer ausfallen als bei einem handelsüblichen Handy.

Zwei weitere Faktoren unterstützen ausserdem die Reduzierung der Strahlenbelastung durch den Wasserzähler. Das Funkmodul sendet nur gerade während 1.5 Minuten pro Tag. Zudem befindet sich der Wasserzähler meist in den Kellern der Häuser: Die Strahlenwerte halbieren sich jedes Mal, wenn man die Distanz zwischen sich und dem Sendemodul verdoppelt. Das Signal wird durch Wände und Decken gehemmt und spielt so im täglichen Leben eine wohl eher geringe Rolle.

Zu eng für zu viel Wasser

Das Zweite Geschäft der Gemeindeversammlung am Mittwoch ist ein Bauprojekt. Die Regenwasserleitung bei der Luegetenstrasse muss ersetzt werden. Kalkablagerungen hätten die Leitungen so stark verengt, dass heftiger Regen nun einige Vorplätze im Quartier Sunnhalde manchmal überschwemmt, schreibt der Gemeinderat in seiner Weisung.

Auch ein Wulst im Strassenbelag konnte zuletzt das Wasser nicht mehr stoppen. Geht es nach der Gemeinde, beheben die neuen Regenwasser-Leitungen dieses Problem. Dafür will der Gemeinderat einen Bruttokredit über 568000 Franken. Viele Änderungen sind eigentlich nicht geplant. Die bestehenden Leitungen werden abgebrochen und an gleicher Stelle mit neuen Polypropylen-Rohren wieder gebaut. Bereits im Frühling oder Sommer will man mit den Bauarbeiten beginnen, die RPK hat auch zu diesem Geschäft ebenfalls ein Ja empfohlen.

Erstellt: 11.03.2019, 16:59 Uhr

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