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Als die Hebamme noch mit dem Töff kam

Von Quacksalbern zu Teilzeit-Hausärztinnen: Die Wanderausstellung «Gesund werden» der Ortsmuseen Wila und Turbenthal zeigt Geschichten rund um die medizinische Versorgung im Tösstal.

Mit Utensilien reiste Bertha Fey-Oberholzer zu den Patienten.
Mit Utensilien reiste Bertha Fey-Oberholzer zu den Patienten.
Nathalie Guinand

Die Schwarz-Weiss-Fotografie sticht ins Auge: eine Frau mit Helm und Schutzbrille sitzt auf einem Töff, neben ihr ein Hund. Sie scheint bereit zu sein für ihren nächsten Einsatz. Und solche hatte sie oft: Bertha Fey-Oberholzer, geboren am 7. August 1883 in Seelmatten, war von 1911 bis 1939 die Hebamme von Turbenthal. Sie arbeitete in der ganzen Region und hielt alle Hausgeburten, die sie begleitete, mit kunstvoller Handschrift in einem Buch fest. Es ist ein dickes Buch geworden, mit Hunderten von Namen, die man im Tösstal kennt. «Mode» waren damals Vornamen wie «Hans» oder «Frieda». Den Töff der Marke «Royal-Enfield» fuhr sie ab 1922.

Das «Geburtenbuch» ist Teil der Ausstellung. Bild: nag
Das «Geburtenbuch» ist Teil der Ausstellung. Bild: nag

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