Rickenbach

Bühne frei für 120 junge Volksmusikanten

Ob jodelnd, Alphorn blasend oder volkstümliche Instrumente spielend: Am Samstag messen sich in der Mehrzweckhalle in Rickenbach über 120 Kinder und Jugendliche beim Schweizer Wettbewerb für Folklorenachwuchs.

Aus der ganzen Schweiz werden am Samstag Nachwuchstalente der Volksmusik in Rickenbach auftreten.

Aus der ganzen Schweiz werden am Samstag Nachwuchstalente der Volksmusik in Rickenbach auftreten. Bild: Claude Sunier

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«Wir möchten den Kindern eine Bühne bieten», sagt Claudia Mora. «Sie immer nur in den Musikunterricht zu schicken, damit sie dann mal bei Grossvaters rundem Geburtstag ein Ständchen spielen können, reicht nicht.»

Die Winterthurerin leitet das Kinderjodlerchörli Wylandsterne aus Dinhard und sitzt im Organisationskomitee des vierten Schweizer Folklorenachwuchs-Wettbewerbs. Dieser wird jedes Jahr in einer anderen Region des Landes ausgetragen.

«Sie realisieren gar nicht, welche Dimension der Wettbewerb hat, sondern freuen sich darauf, eine schöne Frisur zu haben und die Tracht zu tragen.»

Am Samstag findet er in der Mehrzweckhalle Hofacker in Sulz Rickenbach statt. Angemeldet sind 21 Formationen aus der ganzen Schweiz, die aus mehr als 120 Kindern und Jugendlichen bestehen. Sie zeigen einer achtköpfigen Jury, was sie jodelnd, Alphorn blasend oder an ihren Instrumenten können.

Das Ziel des Anlasses ist die Förderung der jungen Volksmusiker und damit der «Schweizer Volkskultur», wie es in der Medienmitteilung heisst. Aus der Region Winterthur nehmen die Hackbrettgruppe Zimbalello aus Winterthur, die Gruppe win-teen-alphorn aus Tagelswangen sowie das Kinderjodelchörli Wylandsterne teil.

«Mitmachen ist alles»

In letzterem singen auch die Schwestern Jenny (10 Jahre alt) und Cindy (8) aus Dinhard mit. «Nervös sind die beiden nicht besonders», sagt ihre Mutter Ursi Wiesendanger. «Sie realisieren gar nicht, welche Dimension dieser Wettbewerb hat, sondern freuen sich darauf, eine schöne Frisur zu haben und die Tracht tragen zu können.» Die Proben seien bisher gut verlaufen und am Ende sei Mitmachen alles.

«Ein weinendes Kind habe ich an dem Wettbewerb noch nie gesehen», sagt Mora. Es liege auch an den Chorleitern, die Enttäuschung aufzufangen, wenn es mal nicht so laufe wie gewünscht.

Viel mehr könnten die jungen Musiker von den Rückmeldungen der Jury profitieren, die ihnen nach dem Anlass per E-Mail zugestellt werden. «Dann weiss man, wo man steht.» Bei dem Wettbewerb geht es um viel Prestige. Frühere Gewinner sind heute feste Grössen der Schweizer Volksmusikszene, wie zum Beispiel Hackbrettspieler Nicolas Senn oder Jodlerin Melanie Oesch.

Die Jury wird am Samstag die Darbietungen bewerten und 13 Finalisten küren, die am Abend nochmals einen Auftritt haben. Das Finale wird von 20 bis 22 Uhr live von der SRF Musikwelle im Radio übertragen. Die Erstklassierten jeder Kategorie gewinnen nebst Preisgeld einen Auftritt in der Sendung «Viva Volksmusik» des Schweizer Fernsehens. Und Nicolas Senn wählt für seine Auftritte im Fernsehen jeweils Nachwuchsgruppen aus den Finalisten des Wettbewerbs aus.

(Der Landbote)

Erstellt: 07.11.2018, 17:48 Uhr

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