Illnau-Effretikon

«Die Zwanziger sind ein Garant für Spass»

Wer sich rasch ein Ticket sichert, der reist am Donnerstag von Effretikon ins Amerika der 1920er-Jahre. Im Gepäck: Gesang, Stepptanz und Burlesque.

Ein kleiner Teil der grossen Show: Danny Hertach, musikalischer Leiter und Kontrabass, Verena Ruder, Gesang, und René Riebli, Saxofon.

Ein kleiner Teil der grossen Show: Danny Hertach, musikalischer Leiter und Kontrabass, Verena Ruder, Gesang, und René Riebli, Saxofon. Bild: Tabea Vogel

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Zigarettenspitzen und Federboas, Swing und Stepp und viel Glamour: Der Neftenbacher Bassist Danny Hertach bringt am Donnerstag ein besonderes Spektakel auf die Bühne des Stadthaussaals in Effretikon: Die «Jazzlounge 1920 – The Roaring Twenties Show». Knapp 20 professionelle Musikerinnen und Musiker aus allen Himmelsrichtungen finden sich ein – Sängerinnen, ein ganzes Orchester, Burlesque- und Stepptänzerinnen, das volle Programm eben. Mitten drin Hertach selbst: als Bandleader, als Bassist, als Initiant.

Der Grosse Gatsby und Babylon Berlin

Begonnen hat alles vor vier Jahren, als ihn ein Firmeninhaber anfragte, ob er etwas zum 100-jährigen Bestehen seines Unternehmens kreieren könne. In thematischen Blöcken hat Hertach die 20er-Jahre serviert, das Publikum war begeistert. «Die Zwanziger sind eben ein Garant für Spass», sagt er heute, viele Auftritte in sorgfältig orchestriertem Set-up später. Vor zwei Jahren startete die Truppe im Stadttheater Winterthur mit einem abendfüllenden Programm. In der Gegend wolle man weiterhin einmal jährlich zur Weihnachtszeit auftreten, mit wechselnden Gästen, um nicht repetitiv zu werden.

Trailer Jazzlounge 1920. PD via Youtube

«Wir möchten die Menschen ein bisschen verzaubern, sie dem Banalen des Alltags entziehen für einen Abend, der allen in Erinnerung bleiben soll, auf der Bühne und daneben.» Die meisten Leute hätten eine Idee der «roaring twenties», Babylon Berlin, The Great Gatsby, aber da sei noch viel mehr. «Musikalisch gibt es so viele Möglichkeiten, allein mit Blues oder mit Tango könnten wir Abende füllen», so Hertach.

Die grosse Herausforderung für ihn und die Musiker sei es, im Format einer Show zu denken. Das bedeute viel Improvisation, fliessende Übergänge. Hertach hat Erfahrung in beiden Bereichen, in der Konzeption von Shows und Musicals wie auch im Musizieren, dasselbe bringen die Musiker seiner Show mit.

Die meisten sind denn auch alte Bekannte, die schon in mancherlei anderer Formation gemeinsam musiziert haben. «Eine Show verlangt Feingefühl in der Dramaturgie», sagt er, es habe viele Fehler gebraucht, um da anzugelangen, wo man jetzt sei.

«Wir möchten die Menschen ein bisschen verzaubern, sie dem Banalen des Alltags entziehen für einen Abend, der allen in Erinnerung bleiben soll.»Danny Hertach, Bass, Bandleader und Arrangeur «Jazzlounge 1920 – The Roaring Twenties Show»

Und was ist das Geheimnis des Programms, das gemäss Hertach besser funktioniert als vieles andere, was er schon ausprobiert und gesehen hat? «Die Zwanziger sind gerade auferstanden, als wir begonnen haben», just in dieser Zeit sei Robbie Williams mit seinem erfolgreichen Swingalbum durch die Welt getourt, Leonardo DiCaprio als Gatsby über die Leinwände geflimmert. Und abgeflaut sei die Freude der Leute seither nicht. Vielleicht, weil sie die Mode lieben, vielleicht die Musik, vielleicht auch ganz einfach, weil sie gern als Zeitreisende unterwegs sind. (Landbote)

Erstellt: 11.12.2018, 10:55 Uhr

«Jazzlounge 1920 – The Roaring Twenties Show»

Do., 13. Dezember, 19.30 Uhr, Stadthaussaal Effretikon.

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