Illnau-Effretikon

Ein Hauch von Hollywood im Schlosshof

In historischer Umgebung bot die Stadtmusik Winterthur am Sonntagabend eine Reise durch die Historie der Filmmusik. Sie lockte damit gegen 150 Besucherinnen und Besucher auf die Kyburg.

Filmreife Kulisse: Die Stadtmusik spielte am Wochenende auf der Kyburg Musik, die den Besuchern aus Kinobesuchen bekannt war.

Filmreife Kulisse: Die Stadtmusik spielte am Wochenende auf der Kyburg Musik, die den Besuchern aus Kinobesuchen bekannt war. Bild: Fabienne Holzinger

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Vor dem Schloss Kyburg war es am Sonntagabend ruhig. Einzig Vogelgezwitscher und vorbeifahrende Autos durchbrachen die ländliche Stille hin und wieder. Sobald man jedoch die Eingangstore des Schlosses passierte und in den Innenhof lief, stieg der Lärmpegel um ein Vielfaches an. Gut 150 Personen haben sich dort versammelt, um dem Freiluftkonzert der Stadtmusik Winterthur beizuwohnen.Geleitet von Fredi Olbrecht, begeisterten rund 50 Musiker die zahlreich erschienenen Zuschauer mit einer einstündigen Hommage an die Filmmusik der letzten 60 Jahre. Die drückende Hitze stellte dabei kein Hindernis dar. So merkte Robert Kesselring, Präsident der Stadtmusik, gleich zu Beginn an: «Wir haben heiss, sie haben heiss – am Besten spielen wir jetzt Musik. Das gibt uns etwas Luft.»

Gewippt und gesummt

Mit frischer Luft füllte der Auftritt den Schlosshof zwar nicht unbedingt. Dafür aber mit umso mehr Atmosphäre.

«Filmmusik hat bei uns einen besonderen Stellenwert.»Fredi Olbrecht, Dirigent der Stadtmusik Winterthur

Bereits beim Soundtrack zu den Filmen «Die glorreichen Sieben» und «Mary Popins» wurde spürbar, dass der Schlosshof die perfekte Umgebung für das Konzert bot. Reflektiert von den dicken Mauern der Kyburg, verflossen die verschiedenen Instrumente miteinander und verliehen den Kompositionen ein voluminöses Klangbild. Als die Musiker dann zum «Elefantenmarsch» aus dem Dschungelbuch ansetzten, kam auch das Publikum erstmals so richtig in Schwung. Die Kinder unter den Zuschauern summten die Melodie mit, und viele Erwachsene begannen ihre Köpfe im Takt hin und her zu wippen. Abgeschlossen wurde die Komposition dann von einem kräftigen Trompetensolo, dass nicht nur an King Louie aus dem Disney-Film, sondern auch an Louis Armstrong.

Episch zurück in die Zukunft

Dirigent Fredi Olbrecht zeigte sich zwischenzeitlich zufrieden mit dem Auftritt. «Es freut mich besonders, dass selbst in den hintersten Ecken so viele Leute Platz genommen haben», wandte er sich dem Publikum zu. «Filmmusik hat bei uns einen besonderen Stellenwert. Wir spielen sie meist zum Ende einer Saison», sagte Olbrecht.

So war sie bereits Inhalt der ersten Ausgabe des Schlosskonzerts, die vor etwas mehr als einem Jahr über die Bühne ging. Nach diesem kurzen Rückblick in die Vergangenheit führten die Musiker ihr Publikum «zurück in die Zukunft». Die Titelmelodie von Komponist Alan Silvestri füllte den mittelalterlichen Schlosshof mit einer epischen und futuristischen Atmosphäre. Silvestri komponierte übrigens auch den nächsten Programmpunkt: den Soundtrack zu «Forrest Gump Suite» aus dem Jahr 1994.

Auch 007 auf der Burg

Nach dieser ruhigeren Komposition sorgten die Musiker mit Liedern aus «Die Maske des Zorros» und «Fluch der Karibik 3» noch einmal für Bewegung im Publikum. Als dieses bereits zum lautstarken Schlussapplaus ansetzte, kündigte Olbrecht noch eine Zugabe an und verabschiedete die Zuschauer mit einem Medley aus verschiedenen James-Bond-Songs und der Titelmelodie des Animationsfilms «Chicken Run». (Landbote)

Erstellt: 09.07.2018, 15:42 Uhr

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