Pfungen

Eine Dorfet, die verbindet

Die Pfungemer Dorfet überzeugte mit vielfältigen Angeboten für Jung und Alt, die allesamt etwas gemeinsam hatten.

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Ein Jugendlicher sitzt hochkonzentriert im Führerstand eines Forsttraktors. Neben ihm steht ein Mann und gibt Anweisungen. Der Jugendliche hebt mit der Greifzange der Maschine ein kreisförmiges Stück Holz auf und bewegt es in Richtung einer Markierung auf dem Boden, wo bereits vier weitere Holzstücke gestapelt sind. Ein unvorhergesehener Ruck und das fünfte Stück fällt zu Boden.

Die Szene spielt sich nicht etwa am ersten Arbeitstag eines Forstwarts in Ausbildung ab, sondern an der Pfungemer Dorfet, die dieses Wochenende zum 13. Mal stattfand. Auch der örtliche Forstbetreib war mit einem Stand beteiligt. «Hier kann man einmal spüren, wie unser neuer Traktor so tut», sagt der Betriebsleiter Ralph Bühler.

Erstmals eine Eventbühne

Das Dorffest, das nur alle drei Jahre stattfindet, war diesmal geprägt von interaktiven Angeboten. Viele davon fanden im Rahmen einer Olympiade statt, welche die verschiedenen Stände gemäss dem Motto der Dorfet miteinander «verbinden» sollte. «Unser Angebot steht aber ausser Konkurrenz», sagt Bühler. Denn statt sich an der Olympiade zu beteiligen, setzte der Forstbetrieb auf eine geographische Art der Verbindung. «Wir verbinden den oberen und den unteren Teil des Fests – in diesem schrägen Strassenabschnitt, in dem wir positioniert sind, könnte sonst niemand einen Stand aufstellen», erklärt er.

Im unteren Teil des Festareals haben die Organisatoren erstmals eine Eventbühne aufgestellt. Nebst diversen musikalischen und akrobatischen Darbietungen durch örtliche Vereine fand dort am Samstagnachmittag auch der Eröffnungsapéro statt. Eine Grussbotschaft von Gemeindepräsident Max Rütimann rundete diesen ab. Er bedankte sich bei allen beteiligten Vereinen, Anwohnern und Sponsoren. «Ein besonderer Dank gilt dem OK-Präsident Urs Fischer, ohne ihn wären diese zwei Tage gar nicht möglich», fügte Rütimann hinzu.

«Unsere Brücke verbindet»

Das diesjährige Motto «verbindet» kam auch in der Kunstausstellung der Pfungemer Schulklassen zur Geltung. Die Klasse 3a hat beispielsweise eine Brücke hergestellt, auf der sich lauter verschiedener Figuren aus PET-Flaschen, Filz und Putzlumpen befanden. «Unsere Brücke verbindet», stand auf einem Zettel, der am Kunstwerk befestigt war. Auf weiteren Zetteln waren dann Beispiele wie «Mädchen und Jungs», «Grosse und Kleine», oder «Schwingkönige und Supermodels» aufgeführt.

Auch neben dem Stand des Turnvereins gab es eine künstlerische «Verbindung» zu bestaunen. So stand dort ein Metallrahmen, der in Verbindung mit einem blau-weissen Blumenbeet das Pfungemer Dorfwappen darstellte. Die Pfadi Wart setzte bei ihrem Stand auf eine klassische Form der Verbindung: «Bei uns kann man gemeinsam um ein Lagerfeuer sitzen», erklärt Pfadi-Mitglied «Zazu». Wem das zu langweilig war, der konnte auf der anderen Strassenseite Harasse mit einem Baukran stapeln und dabei den stetig wachsenden Turm besteigen.

Nachhaltige Blumenkisten

Trotz des Regens am Sonntagnachmittag war Urs Fischer am Festende zufrieden. Das neue Konzept mit einer Eventbühne habe sich bewährt: «Eine Dorfet ist kein Selbstläufer mehr. Da muss man etwas bieten.» Das Kulturprogramm habe gerade auch am regnerischen Sonntag das Publikum ans Fest gelockt.

Besonders viel Wert habe man diesmal auf die Dekoration gelegt. Allenfalls kamen die Blumenkisten einigen Besucherinnen und Besuchern bekannt vor. Richtig, es sind dieselben, die bereits am Jodlerfest in Wülflingen und an der Faustball-WM zum Einsatz kamen. «Nachhaltige Organisation», sagt Fischer dazu schmunzelnd.

Erstellt: 08.09.2019, 17:25 Uhr

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