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«Ich lerne, mit dem Schlagzeug eins zu werden»

Der Schlagzeuger Pierre Favre (Jahrgang 1937) spielt «Solo – Poetry in Motion» im Hotzehaus. Er hat seine Gründe, warum er allein auftritt.

Pierre Favre sitzt jede Nach am Schlagzeug in seinem Keller in Uster.
Pierre Favre sitzt jede Nach am Schlagzeug in seinem Keller in Uster.
Doris Fanconi

Sie haben als energetischer Jazzdrummer internationale Berühmtheit erlangt. Heute machen Sie geradezu feinstoffliche Musik, die nicht allen Menschen etwas sagt. In einem Online-Kommentar zu Ihrem Auftritt beim Jazz-Festival Schaffhausen mit Irène Schweizer schrieb jemand: «Es ist wie beim Kaiser und den neuen Kleidern: Sie haben nichts an und merken es nicht.»

Pierre Favre: Da muss ich lachen! Es gibt auch Leute, die nicht merken, dass sie selbst kein Kleid an haben. Als ich 74 war, habe ich mit meiner Frau ein Kind bekommen. Da gab es auch allerlei Kommentare; diese Leute haben nichts zu tun mit mir. Alle Künstler haben das durchgemacht, verrissen, kaputt gegangen. Ich bin da nicht mehr empfindlich. Die Pfeile kommen, ich mache eine kleine Bewegung und das geht vorbei.

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