Oberneunforn

Kuh-Kunst im Wöschhüüsli

Zwei Künstler denken künstlerisch über Kühe nach. Im Wöschhüüsli zeigen sie ihre Werke.

Die beiden Aussteller Bruno Giacobbo und Magdalena Jäger.

Die beiden Aussteller Bruno Giacobbo und Magdalena Jäger. Bild: Therese Schürter

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Auf besondere Art und «ohne Mühe» rückte Kuhflüsterer Martin Ott die Bilder und Skulpturen an der Vernissage vom letzten Freitag ins rechte Licht. Er hielt die Laudatio für die beiden ausstellenden Künstler im «Wöschhüüsli». Zum Thema «Eine Kuh macht Muh, viele Kühe machen Mühe» präsentierten Bruno Giacobbo und Magdalena Jäger ihre Arbeiten. Der Laudator Martin Ott erklärte zur Eröffnung gestenreich und unterhaltsam, warum wir der Kuh in unserer Kultur die Sesshaftigkeit zu verdanken hätten.

Dankbarkeit für die Kuh

Eigentlich hat Ott nicht gerne, wenn er «Kuhflüsterer» genannt wird, «…doch wenn dadurch noch ein paar Zuhörer mehr kommen, dann kann ich es akzeptieren», lachte er. Die rund 40 Gäste der Vernissage im frisch renovierten «Wöschhüüsli» in Oberneunforn erfuhren Erstaunliches zu diesem friedfertigen Tier, das unsere Kultur geprägt und den Künstler Bruno Giaccobo und die Künstlerin Magdalena Jäger inspiriert hat.

Magdalena Jäger aus Rutschwil ist Dankbar, dass es dieses Tier gibt. Sie kommt ins Schwärmen, wenn sie fast ehrfürchtig von Kühen erzählt. «Die Kuh ist für mich das Tier der Tiere. Es beinhaltet für mich Familiensinn, Herdentier, Liebe, Wärme, Kampf, Genügsamkeit.»Sie habe durch Beobachten viel von der Kuh über den Menschen gelernt. «Ich bringe sie auf die Leinwand, wie ich sie sehe und fühle.» Im Obergeschoss des Wöschhüüslis sind nun ihre urtümlichen, natürlich wirkenden Bilder ausgestellt.

Hölzerne Kuhköpfe

Im Erdgeschoss können die Werke des bekannten Bilder-Machers Bruno Giacobbo bestaunt werden. Da verleitet ein Kuh-Automat zum Anfassen, gerade weil ein Verbotsschild angebracht ist. Dort guckt eine vorwitzige Kuh aus einem alten Fensterladen. Auf dem Sims stehen Kräuter im Topf, die mit hölzernen Kuhköpfen verziert, kreative Geschenke ergeben.

Der vitale 76-jährige Bruno Giacobbo sprudelt nur so vor Ideen, aus jedem Gegenstand in seinem immensen Fundus könnte er tausend Objekte erschaffen.

Erstaunlich, dass er sich dabei nicht verliert, sondern sich für eine Kreation entscheidet und diese sorgfältig umsetzt. Er sei ein Sprücheklopfer, liebe Wortspiele und habe «noch so viele ungelegte Eier», wie er einmal bildlich erklärte. 18 Jahre lang hatte er ein eigenes Atelier mit Galerie in Rheinau, seit Januar 2017 wohnt und arbeitet er in Trüllikon.

Die Kuh im Mensch

Hat die gezeigte Kuh-Kunst in Oberneunforn auch mit dem Menschen selber zu tun? Um dieser Frage nachzugehen,ist die unterhaltsame Ausstellung in Oberneunforn TG an den nächsten zwei Wochenenden nochmals geöffnet.

(Landbote)

Erstellt: 13.05.2019, 15:55 Uhr

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