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«Lesbisch ist ein Wort, das ich kaum aussprechen kann»

Nadja Reutemann hat ihre Geschichte aufgeschrieben. Es könnte eine schöne sein, beschreibt sie doch ihren Weg in die Liebe, wie sie sich diese gewünscht hat. Sie erzählt aber auch, warum sie draussen die Hand ihrer Partnerin noch heute nicht hält.

Nadja Reutemann hat den Weg in die geoutete Liebe als schwierig erlebt - und sie hat ihn aufgeschrieben.
Nadja Reutemann hat den Weg in die geoutete Liebe als schwierig erlebt - und sie hat ihn aufgeschrieben.
Madeleine Schoder

Es begann im Frühling, auf dem Fussboden. Nadja Reutemann sah ihre Chefin in sich gekauert, kraftlos. Wie sie es ihr je zurückgeben könne, dass sie so oft in der Bar sei, um zu helfen, fragte die Vorgesetzte. «Küss mich», sagte Reutemann. Es war jener Frühling, bevor Reutemann beinahe in einen Baum gefahren wäre, um ihr Leben zu beenden, abgemagert auf Kinderkleidergrösse aus Kummer um ihre Familie, der sie keine lesbische Mutter zumuten zu können glaubte. Lieber tot als lesbisch.

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