Stammheim

Tanzen muss niemand

Auf der Hirschenbühne in Stammheim verschmelzen Poesie und Musik. Was dabei herauskommt, zeigen die Künstler Markus Schönholzer und Charles Lewinsky am 14. März mit ihrem Programm «Moesie und Pusik».

Charles Lewinsky und Markus Schönholzer stehen zum ersten Mal gemeinsam auf der Bühne. Foto: Asy Asendorf

Charles Lewinsky und Markus Schönholzer stehen zum ersten Mal gemeinsam auf der Bühne. Foto: Asy Asendorf

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Schon oft haben Charles Lewinsky und Markus Schönholzer zusammen gearbeitet. Der Bücherschreiber und der Liedermacher gestalten Theater und Musicals für verschiedene Produktionen. «Das waren immer Auftragsarbeiten und nichts für uns selber», sagt Schönholzer, der Musiker unter den beiden.

Nun treten die Künstler mit ihrem ersten gemeinsamen Bühnenprogramm «Moesie und Pusik» in Stammheim auf der Hirschenbühne auf. Am Donnerstag, 14. März, um 20 Uhr beginnt das 90-minütige Stück.

«Es war schon lange unser Traum, zusammen auf der Bühne zu stehen»

«Es war schon lange unser Traum, zusammen auf der Bühne zu stehen», sagt Schönholzer. Doch irgendwie war bisher nie der richtige Zeitpunkt gekommen. «Da wir beide gerade kein grösseres Projekt in Planung hatten, beschlossen wir, die Zeit uns selbst zu widmen.» In «Moesie und Pusik» vereinen die beiden ihre jeweiligen Tätigkeiten.

Man könnte meinen, dass es als Autor grössere Überwindung kostet, plötzlich auf der Bühne zu stehen. Doch dem ist nicht so: «Charles gehört auf die Bühne, dort geht er voll auf», sagt Schönholzer, der Liedermacher, über seinen Künstlerfreund. Als Autor kenne Lewinsky den Auftritt vor Publikum nur von Lesungen. «Er hat eine jugendliche Freude, die er ausstrahlt», sagt der Komponist weiter. Schönholzer sei es zwar mehr gewohnt, vor Leuten zu singen, dennoch sei es zusammen mit Lewinsky eine neue Erfahrung:«Und diese macht grossen Spass.»

In Reimen gesprochen

Die Rollenverteilung ist bei den beiden für einmal nicht mehr ganz klar. Nicht nur Schönholzer singt, auch Lewinsky lässt seine Stimme hören – leider, wenn es nach den beiden geht: «Er ist nun wirklich kein guter Sänger», sagt Schönholzer und lacht. Trotzdem habe sein Kollege ihn überrascht: «Er singt besser, als ich dachte.» Im Gegenzug muss Schönholzer zwar keine Lesung halten, um die Poesie kommt aber auch er nicht herum: «Es wird vor allem in Reimen gesprochen.»

Der Abend sei eine Schlittenfahrt mit viel Witz. «Wir streifen aber auch ernste Themen», sagt Schönholzer. Der US-amerikanische Präsident komme in ihrem Programm beispielsweise vor. Sich selbst nehmen die Künstler zwischendurch ebenfalls aufs Korn. Es sei jedoch ein Abend, über den man auch nachdenken soll. «Wir wollen intellektuellen Stoff häppchenweise und mit Leichtigkeit rüberbringen.» Was denn nun genau herauskommt, wenn Musik und Poesie verschmelzen, scheint dennoch schwierig zu beantworten: «Es ist ein riesiges Durcheinander», sagt der Liedermacher.

Wie oft ist noch offen

Musikalisch werden die beiden von Schönholzers Gitarre begleitet. «Der Abend ist eigentlich ganz simpel gestaltet», sagt der Musiker. Wie ein Gespräch zwischen zwei guten Freunden soll das Musikkabarett fürs Publikum sein. Die Zuschauer können sich das Spektakel gemütlich von ihren Plätzen aus ansehen: «Es muss niemand tanzen.» Den beiden ist vor allem wichtig, dass ihre Show ein Genuss ist.

Demnach kann im Publikum jeder sitzen, der sich auf einen Abend mit lautem Gelächter freut. Bloss für Kinder ist das Programm laut Schönholzer eher weniger geeignet. Wie häufig das Künstlerduo in der Kombination auftritt, ist allerdings noch offen: «Das kommt auf die Veranstalter an. Je nach dem, wie oft sie uns buchen wollen», sagt Schönholzer. Da sie beide viel beschäftigte Künstler seien, werde das wahrscheinlich nicht allzu viel der Fall sein. «Wir werden aber sicher an manchen schönen Orten zu sehen sein.»

Musikkabarett: Am 14. März um 20 Uhr auf der Hirschenbühne. Infos: www.hirschenbuehne.ch.

(Der Landbote)

Erstellt: 12.03.2019, 09:14 Uhr

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