Seuzach

Tex-Mex in Mundart auf der Bühne

Toni Vescoli lebt während der kalten Jahreszeit jeweils in Teneriffa. Für sein Konzert am 29. März in Seuzach ist er wieder in der Schweiz.

Toni Vescoli geht ab März in der Schweiz auf Tournee.

Toni Vescoli geht ab März in der Schweiz auf Tournee. Bild: PD

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Toni Vescoli, Sie haben bereits in vielen Sprachen gesungen. Der Titel des neuen Albums «Gääle Mond» lässt Mundart vermuten. Ist das so?
Das stimmt, dieses Album ist grösstenteils in Mundart gesungen. Das ist meine Muttersprache, da fühle ich mich zu Hause. Es gibt Dinge, die man nur auf Schweizerdeutsch richtig ausdrücken kann. Manchmal kommen ein, zwei Brocken Spanisch oder Englisch vor. Auch ganze Passagen in Englisch als kleine Spielerei habe ich mir erlaubt.

Am 22. Februar erscheint Ihre Single «Top Fit», das Album «Gääle Mond» kommt aber eigentlich erst im April raus. Werden Sie am 29. März in Seuzach dennoch mit neuen Stücken auffahren?
Auf jeden Fall. Ein Teil des Programms wird aus neuen Stücken bestehen, aber natürlich werde ich auch viele meiner älteren Songs spielen. Besonders in der zweiten Hälfte des Konzerts kommen bekannte Stücke vor.

Ist das absichtlich so gewählt?
Das mache ich bewusst so. Die Leute mögen am Anfang des Konzerts eher Neues aufnehmen, irgendwann will man nur noch zuhören und geniessen. So geht es mir zumindest, wenn ich mir einen Künstler ansehe. Das neue Album kann man sich schon vor der offiziellen Veröffentlichung am Konzert in Seuzach kaufen.

Für die Konzerte in der Schweiz verlassen Sie Ihren zweiten Wohnsitz auf Teneriffa. Warum leben Sie auf der Insel?
Meine Frau und ich benötigen die Wärme. Von fünf- bis neunjährig habe ich in Peru gelebt, meine Frau verbrachte einen grossen Teil ihrer Kindheit in Brasilien. Daher müssen wir immer wieder Sonne tanken.

Werden Sie auch dort manchmal erkannt?
Eigentlich eher weniger, ich finde es sehr schön, etwas mehr inkognito zu sein. Ab und zu gibt es aber Schweizer Touristen, die mich ansprechen.

Sie probieren verschiedene Musikrichtungen aus. Wie klingt das neue Album?
Ich finde, das Wort «ausprobieren» ist hier nicht ganz richtig gewählt. Ich fühle mich einfach in vielen Stilrichtungen wohl. Auch privat höre ich Musik aus verschiedenen Genres. Dieses Album ist eine Mischung aus Folk, Blues und Rock, also Americana. Mexikanische Elemente sind ebenfalls enthalten. Man kennt das Tex-Mex ja bereits vom Essen, bei mir ist es in der Musik.

Mit Ihrer Band Les Sauterelles sind Sie neben Ihren Solo­auftritten heute noch unterwegs. Fühlen Sie sich allein oder in der Band wohler auf der Bühne?
Egal, ob ich allein oder mit der Band auftrete, ich gebe mich voll und ganz hinein. Natürlich fühle ich mich besonders meinen eigenen Stücken sehr nahe, weil da einfach viel von mir drinsteckt. Aber manche der Songs von Les Sauterelles stammen ebenfalls aus meiner Feder.

Kürzlich haben Sie Ihr 60-Jahr-Bühnenjubiläum gefeiert. Sind Ihnen in diesen Jahren manche Ihrer Fans stets treu geblieben?
Ja, einige kommen immer wieder. Da habe ich mir auch schon gedacht: «Unglaublich, dass die schon wieder da sind.» Aber in letzter Zeit kommen neben den Treuen auch oft jüngere Leute an meine Konzerte.

Woran liegt das?
Ich glaube, dass viele junge Leute heutzutage handgemachte Musik im alten Stil schätzen. Aber niemand möchte dasselbe wie die Eltern hören. (lacht) Deshalb überspringen sie eine Generation und greifen zur Plattensammlung der Grosseltern.

Erstellt: 19.02.2019, 10:30 Uhr

Konzert

Am 29. März ist Toni Vescoli mit seinem neuen Album um 20 Uhr in Seuzach im Saal Zentrum Oberwis zu sehen. Der Vorverkauf startet am 8. März.

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