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Wenn eine Familie eine Band gründet

Damit eine Band harmoniert, ist es wichtig, dass sich die Musiker aufeinander verlassen können und gegenseitig gut kennen. Bei der Band Pepperchair ist diese Voraussetzung gegeben: Sie besteht aus einer fünfköpfigen Familie.

Die Musikerfamilie Strebel: Die Kinder Noemi, Elias und Yaron (v.l.) lernte viel von ihren Eltern Tamara und Marius.

Die Musikerfamilie Strebel: Die Kinder Noemi, Elias und Yaron (v.l.) lernte viel von ihren Eltern Tamara und Marius. Bild: mas

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Als die Kinder Yaron (11), Elias (13) und Noemi (15) früher gefragt wurden, was sie später für einen Beruf ausüben wollen, habe das für sie lediglich die Frage nach dem Instrument bedeutet, denn: Die Eltern Tamara und Marius Strebel haben schon immer Musik gemacht und haben diese Leidenschaft ihren Kindern vererbt. «Wir haben mit unseren Kindern immer viel gesungen, eigentlich von Anfang an», sagt Tamara Strebel. So kommt es, dass heute alle fünf Familienmitglieder mehrere Instrumente spielen, Musikunterricht besuchen und sich auch gegenseitig inspirieren.

Yaron ist mit seinen elf Jahren der Jüngste in der Familie und spielt seit fünf Jahren Trompete. Sein Bruder Elias hat früh gemerkt, dass ihm Rhythmus sehr liegt und hat sich auf Perkussion spezialisiert, ausserdem spielt er Schlagzeug. Die ältere Schwester Noemi spielt Geige und Klavier und hat sich ausserdem das Ukulelespiel selbst beigebracht. Ihr Bruder Elias sagt: «Sie kann einfach alles!»

Die Mutter Tamara Strebel spielt und unterrichtet Klavier und ihr Mann Marius war als Cellist jahrelang hobbymässig Teil eines Orchesters. Neben dem individuellen Üben haben die fünf immer wieder auch gemeinsam gespielt und sind eines Tages von einer Person in ihrem Umfeld angefragt worden, bei einem Anlass aufzutreten. Dafür haben sie dann ein Programm zusammengestellt und wurden seither immer wieder für verschiedene Anlässe engagiert.

Spontan eine Band

Im Sommer 2017 waren alle fünf gemeinsam in einem Sommerlager mit dem Thema «Volkstanz international» Dort haben sie jeden Tag zusammen musiziert und wurden dabei von Profis unterstützt. Als die Familie nach den Ferien nach Hause kam, war klar: «Wir sind jetzt eine Band». Wirklich überzeugen mussten sie für diese Idee niemanden, erzählen sie. «Am ehesten mich», wirft Marius Strebel schliesslich ein, aber auch er sei bald begeistert gewesen. Yaron erinnert sich, wie er bei einem Abendessen als Witz den Namen Pepperchair vorgeschlagen hat. «Wir fanden ihn alle auf Anhieb super», so Marius Strebel. Seither ist die Band Pepperchair unter anderem an Geburtstagskonzerten, Matinees, GVs oder am Ostermärt in Greifensee aufgetreten.

Grundsätzlich übt meistens jeder für sich alleine oder die drei Kinder spielen auch gerne zu Dritt, das Musizieren mit allen fünf findet vor allem dann statt, wenn sie sich für ein spezifisches Konzert vorbereiten. Das sei momentan im Schnitt etwa einmal monatlich. In den letzten Wochen hatten sie allerlei Konzerte auf der Agenda stehen, fast etwas zu viel, finden sie. Nur Elias findet: «Also von mir aus dürfte es auch mehr sein!» Er war es auch häufig, der die anderen an den Sonntagen jeweils daran erinnert hat, dass es wieder mal Zeit sei, gemeinsam zu proben. Die Hauptorganisation hingegen übernimmt Tamara Strebel.

Kontakt mit Publikum

Die Band hat sich schnell auf Tanzmusik zum Beispiel aus dem Balkan, Südamerika oder Irland geeinigt. Diese Musik passe für alle und sei vielseitig. Sie habe spannende Rhythmen und rege zum Tanzen an. Die Bandmitglieder freuen sich immer, wenn sich die Zuschauer um sie herum bewegen oder sogar mitsingen. «Wir lieben den engen Kontakt mit den Menschen», so Marius Strebel. Der Höhepunkt in der noch jungen Geschichte von Pepperchair sei deshalb eindeutig der Auftritt im Dimensione in Winterthur von Ende Januar gewesen.

Spezifische Ziele oder Träume haben die Bandmitglieder in Bezug auf ihr Familienprojekt zurzeit nicht. «Wir geniessen jetzt einfach die Zeit und lassen die Dinge an uns herankommen», so Tamara Strebel. Nach einem kurzen Überlegen ergänzt ihr Mann: «Eigene Lieder zu komponieren, das fände ich toll!» Sofort richten sich alle Augen auf Noemi, denn man ist sich einig: Sie könnte das am besten, schliesslich hat sie in der Vergangenheit schon mehrere Lieder geschrieben.

Erstellt: 10.02.2020, 14:16 Uhr

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