Gachnang

«Trompeten sind heute Mangelware»

Obmann Livio Felix beantwortet 15 Fragen zur Jugendmusik Islikon-Kefikon und sagt, was passiert, wenn jemand zu wenig übt.

Einmal im Jahr verbringt die Jugendmusik Islikon-Kefikon eine Lagerwoche in den Bergen. 2017 musizierten sie zusammen in Sedrun.

Einmal im Jahr verbringt die Jugendmusik Islikon-Kefikon eine Lagerwoche in den Bergen. 2017 musizierten sie zusammen in Sedrun. Bild: zvg

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Wenn ihr frisch ein Jugendmusik-Maskottchen kreieren könntet, wie würde es aussehen?
Livio Felix: Eine Karikatur eines Instruments mit riesigen Augen, Grinsen auf dem Gesicht und Dirigentenstab in der Hand.

Warum gibt es euren Verein überhaupt?
Wir sind die Jugendförderung des Musikverein Islikon-Kefikon und versuchen, Nachwuchs zu gewährleisten. Bei uns kann man ein Musikinstrument erlernen und mit anderen Kindern und Jugendlichen Kontakte knüpfen. Im Vordergrund stehen die persönliche Förderung der Kinder und das gemeinschaftliche Musizieren.

Habt ihr Rituale?
Einen Kampfschrei mit Welle: «Vamos!! Olè! Vamos!! Olè! Sierra! Tequila! Zigezagezigezage! Hoi! Hoi! Hoi! Zige! Hoi! Zige! Hoi! Zige! Hoi Hoi Hoi!»

Was war der beste Moment in der jüngeren Vereinsvergangenheit?
In diesem Jahr hat die Jugendmusik die Höchstpunktzahl am Musikwettbewerb in Eggersriet in der Kategorie Konzertmusik Unterstufe sowie eine gute Platzierung im Mittelfeld in der Marschmusik erzielt. Das zeigt unser Potential, welches wir mit Durchhaltewillen und Motivation erreichen können.

Welches ist das beliebteste Instrument und warum?
Hier gehen die Meinungen natürlich auseinander. Das Schlagzeug ist besonders bei den Jungs beliebt, die Querflöte bei den Mädchen. Die Vorlieben wechseln aber mit den Jahren. Einmal sind es die Saxophone, dann ist es die Klarinette, dann das Waldhorn. Heute sind Trompete und Posaune Mangelware, was vor 10 Jahren noch unvorstellbar gewesen wäre.

Warum sollte man in eurem Verein sein?
Dank Unterstützung des Musikvereins Islikon-Kefikon kann die Jugendmusik jedes Jahr eine tolle Lagerwoche in den Bergen verbringen. Wir haben zudem genügend Mitglieder, um eigene Konzerte durchzuführen. Das ist heute nicht mehr selbstverständlich.

Wen wollt Ihr nicht in eurem Verein haben?
Niemanden. Da wir eher jüngere Kinder ab acht Jahren aufnehmen, können wir aus den ungeschliffenen Diamanten immer etwas Tolles herausholen. Wer genügend ­Motivation aufbringt, ist willkommen.

Wie viele Mitglieder habt ihr?
Aktuell rund 55 Mitglieder.

Wie findet der Nachwuchsverein seinen Nachwuchs?
Durch Mund-zu-Mund-Propaganda, Informationsanlässe in der Gemeinde, einen «Musik zum Ausprobieren»-Tag, Besuche in Schulen und natürlich Werbung durch eigene Konzerte.

Wo trifft man euch?
Die Jugendmusik probt im ehemaligen Schulhaus in Strass. Wir sind aber häufig in Gachnang in der Mehrzweckhalle am Konzertieren oder an anderen Orten in der Gemeinde Gachnang anzutreffen.

Wie viel Zeit investiert ihr pro Woche?
Im Durchschnitt sollte man neben der zweistündigen Probe mindestens zwei- bis dreimal pro Woche üben. Ich würde mit mindestens vier Stunden Aufwand rechnen.

Was passiert mit Mitgliedern, die zu wenig üben?
Sie werden freundlich darauf hingewiesen und bekommen bei chronischem Übe-Mangel automatisch die eher einfacheren und weniger attraktiven Stimmen zugeteilt. Wenn jemand nicht üben will, zu wenig anwesend ist und dadurch das Konzert gefährdet, kann es vorkommen, dass man demjenigen nahelegt, doch besser zuhause zu bleiben. Aber in der Regel ist dies bei regelmässigem Probebesuch nicht nötig.

Wie entscheidet ihr, was gespielt wird?
Das entscheidet in der Regel der Dirigent. Wünsche können natürlich angebracht werden.

Was, wenn ihr euch nicht einig seid?
Dann entscheidet der Obmann, also ich, in Absprache mit dem Dirigenten.

Eine gute Fee verspricht drei Wünsche, wie würdet ihr sie einsetzen?
20 Neuanfänger jedes Jahr, ausgeglichene Besetzung der Instrumente, volle Konzertsäle.

www.jmik.ch ()

Erstellt: 13.10.2017, 17:21 Uhr

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