Elgg

141 neue Wohnungen für Elgg

Acht neue Wohnblocks will die Mabag AG neben den Bahngleisen in Neu-Elgg bauen. Die Baueingabe für den «Äntenschnabel» liegt derzeit öffentlich auf und am Dienstag beantworten die Bauherren die Fragen der Bevölkerung.

Die Baugespanne machen die Dimensionen sichtbar: Direkt neben den Bahngleisen sollen die Häuser der Grossüberbauung Äntenschnabel in Neu-Elgg bald stehen.

Die Baugespanne machen die Dimensionen sichtbar: Direkt neben den Bahngleisen sollen die Häuser der Grossüberbauung Äntenschnabel in Neu-Elgg bald stehen. Bild: Ines Rütten

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Die Zahlen sind eindrücklich: Acht Wohblocks mit 125 Wohnungen und 16 Reihenhäusern, eine Tiefgarage mit 240 Parkplätzen, ein Quartiercafé und geschätzte Baukosten von über 38 Millionen Franken. Die geplante Überbauung Äntenschnabel wird Neu-Elgg künftig prägen. Derzeit liegen die Pläne öffentlich auf.

Auf der jetzt noch grünen Wiese unter den dünnen Stangen des Baugespanns steht ein Plakat der Winterthurer Baufirma Leemann und Bretscher AG (L+B). Eingereicht hat das Baugesuch jedoch die Mabag AG mit Sitz in Winterthur, eine Tochterfirma der L+B. Im nächsten Jahr sollen die Bauarbeiten beginnen und voraussichtlich bis 2022 dauern – wenn alle acht Häuser gleichzeitig realisiert würden, heisst es in der Baueingabe.

Gestaltungsplan von 2016

Knapp 15 000 Quadratmeter misst der Grünstreifen zwischen Stutzstrasse und Bahnlinie, auf dem die Überbauung entstehen soll. Das Land gehörte dem Kanton. 2012 hatte die Gemeinde die Parzelle umgezont, von der bisherigen Wohn- und Gewerbezone zur reinen Wohnzone.

«Die geplante Überbauung enspricht dem Zeitgeist. Wir bauen was der Kunde nachfragt.»

Allerdings belegte sie das Stück Land auch mit einer Gestaltungsplanpflicht. Einen solchen liess der Kanton noch ausarbeiten, um Einfluss darauf zu nehmen, bevor er das Land an einen Investor verkaufte. Der Gestaltungsplan ging von 107 Wohnungen in 13 Häusern aus. Die Gemeindeversammlung genehmigte diesen im März 2016 mit 101 zu 55 Stimmen.

Der Baugrund ist kein einfacher. Er hat eine leichte Hanglage, zudem schallt Lärm von Bahn und Strasse hinauf. Das aktuelle Projekt wurde von dem Zuger Büro Leutwyler und Partner Architekten erarbeitet und hält sich laut Bauherren überall an die Vorgaben des Gestaltungsplans.

Es wird Wohnungen mit 2,5 bis 5,5 Zimmern für ein «durchmischtes Publikum» geben, die den neuesten Minergiestandard erfüllen. Im Haus 5, in der Mitte der gesamten Anlage, werden 16 Maisonettwohnungen entstehen, die von den Bauherren als Reiheneinfamilienhäuser deklariert werden.

«Die geplante Überbauung enspricht dem Zeitgeist», sagt Tiziano Canonica, Geschäftsleitungsmitglied von L+B. «Wir bauen, was der Kunde nachfragt.» Gefragt seien Wohnungen im mittleren Preissegment, in der Nähe von öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften. «Die können wir immer gut vermieten und verkaufen.»

Noch keine Preise

Wieviele der Wohnungen verkauft oder vermietet werden, ist laut Canonica noch nicht bestimmt. Ein kompletter Wohnblock könnte auch an einen Investor als Renditeobjekt verkauft werden. «Aber das ist alles noch offen.» Auch die Miet- oder Kaufpreise für die Wohnungen sind noch nicht festgesetzt. «Sie werden sich aber sicher nicht im Luxussegment bewegen.»

Die Pläne zeigen: Die Bauherren sind um eine freundliche Gestaltung bemüht. Es gibt südlich der Häuser eine Begegnungszone mit viel Grün und einem Kinderspielplatz. Alle Parkplätze befinden sich unterirdisch, die Einfahrt in die Siedlung befindet sich an der Stutzstrasse.

Das Café im Osten der Überbauung soll zum Treffpunkt für ganz Neu-Elgg werden. Am Dienstagabend werden Architekten und Bauherren näher informieren und Fragen beantworten. «Wir möchten einen offenen Diskurs mit der Bevölkerung», sagt Canonica.

Infoabend zur Überbauung Äntenschnabel am Dienstag, 11. September, um 19 Uhr im Werkgebäude. (Der Landbote)

Erstellt: 06.09.2018, 18:13 Uhr

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