Neftenbach

Schule setzt auf Fotovoltaik

Weshalb die Solaranlage auf dem neuen Schulhaus Auenrain leicht und windfest sein muss.

Weil das neue Neftenbacher Modulschulhaus aus Holz ist, darf die Solaranlage nicht zu schwer wiegen. Bild: Marc Dahinden

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Von unten sieht man sie nicht. Vom Kirchturm aus aber schon: Auf dem Dach des frisch hochgezogenen Modulschulhauses Auenrain in Neftenbach, das im Mai eröffnet werden soll, thronen 190 Solarpanels. Sie bedecken eine Fläche von rund 330 Quadratmetern.

Die Solarmodule sollen Sonnenkraft für etwa 60000 Kilowattstunden Energie pro Jahr tanken. Rund 10 bis 15 Einfamilienhäuser könnten so mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt werden, sagt Raoul Feisthammel, der mit seiner Firma New Sol AG aus Grafstal die Anlage für die Schule Neftenbach konzipiert und installiert hat.

Bund zahlt 20000 Franken

Das neue Schulhaus selbst benötigt etwa 30 Prozent für den Eigenbedarf. Der Rest der Energieproduktion wird ins Stromnetz eingespeist.

Gegenüber der herkömmlichen Energieversorgung mit Atomstrom soll die neue Fotovoltaikanlage (FVA) Auenrain laut Datenblatt jährliche Einsparungen in der Höhe von rund 5800 Franken bringen. Die Anlage kostet 94000 Franken. Der Bund schiesst einmalig 20000 Franken ein.

Leichte Konstruktion nötig

Die Wahl fiel auf Plia-Sol-Panels. Sie erfüllten die besonderen Kriterien, welche bei einem Holzbau wie dem neuen Neftenbacher Schulhaus zur Anwendung kommen, sagt Feisthammel. Demnach darf die Dachlast nicht zu gross sein, was mit der leichten Aluminiumunterkonstruktion gewährleistet sei. Bei aller Leichtigkeit muss die neue FVA aber auch starkem Winddruck und Windsog standhalten können. Die LG-Module (vom südkoreanischen Hersteller Life Is Good) seien im Windkanal getestet worden, weiss der Experte. Die Sturmtiefs Petra und Sabine habe die neue FVA auf jeden Fall problemlos überstanden.

Module einzeln abschaltbar

Eine weitere Besonderheit der neuen Solaranlage ist das sogenannte Solar-Edge-System. Der Fachmann aus Grafstal macht Sicherheitsgründe dafür geltend. Damit könne man verhindern, dass Strom vom Dach fliesse. Jedes Modul könne für sich abgeschaltet und auf Fehlerhaftigkeit überprüft werden.

«Sehr günstige Variante»

Schulpräsident Markus Ruf ist vom ökologischen und ökonomischen Nutzen der FVA überzeugt. «Es ist eine sehr günstige Variante, die uns langfristig zwei- bis dreimal weniger kostet als der Atomstrom.» – Im dreigeschossigen Modulschulhaus, das in drei Tagen erstellt wurde und 3,9 Millionen Franken kostet, erfolgt nun der Innenausbau.

Erstellt: 12.02.2020, 08:32 Uhr

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