Illnau-Effretikon

Aus dem provisorischen Minikreisel wird ein grosser

Weil sich der Kreisel auf der Illnauerstrasse bewährt hat, soll er für 1,46 Millionen Franken definitiv installiert werden. Er wurde über die Stadt hinaus bekannt – wegen eines tragischen Unfalls.

Die Velofahrer sollen neben dem Zebrastreifen (r.) in den Rosenweg einbiegen. Auf der Brandrietstrasse (Bildmitte, r.) passierte der Unfall. Foto: M. Schoder

Die Velofahrer sollen neben dem Zebrastreifen (r.) in den Rosenweg einbiegen. Auf der Brandrietstrasse (Bildmitte, r.) passierte der Unfall. Foto: M. Schoder

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In seiner Mitte steht eine einzige Tanne. Und er war einst als Provisorium gedacht, der Kreisel auf der Illnauerstrasse in Effretikon. Als der Kanton 2012 die SBB-Brücke Süd sanierte, musste der Verkehr über die Brandriet- und Illnauerstrasse umgeleitet werden. Damit es flüssiger vorwärts ging, installierten Stadt und Kanton an der entsprechenden Stelle einen Minikreisel. 2018 erlangte er über die Region hinaus traurige Bekanntheit, als ein Lastwagenfahrer aus dem Kreisel in die Brandrietstrasse einbog und ein Kind übersah, das sich auf dem Fussgängerstreifen befand. Der Bub starb noch auf der Unfallstelle.

Bauwerk aus Beton

Aus dem provisorischen Kreisel aus Asphalt soll nun ein definitiver werden. Einer, der den Normen entspricht und aus Beton ist. Das geht aus dem Vorprojekt hervor, welches das kantonale Tiefbauamt kürzlich auf seiner Website aufgeschaltet hat. Der Kreisel habe sich bewährt, sagt Thomas Maag, Sprecher der Zürcher Baudirektion. Nach dem Umbau soll das Bauwerk einen Durchmesser von 28 Metern aufweisen. Somit ist er etwas grösser als der aktuelle mit 24 Metern Durchmesser.

Gleichzeitig will der Kanton auch eine Radweglücke auf der Illnauerstrasse zwischen Rosenweg und Rappenstrasse schliessen und die SBB-Brücke Illnauerstrasse für knapp 2 Millionen Franken sanieren. Damit die Velofahrer sicher aus dem Rosenweg in den Kreisel einfahren können, werden sie nicht direkt in den Kreisel, sondern zuerst auf die Illnaurstrasse geleitet. Die Einfahrt in den Rosenwerg von der Illnauerstrasse her erfolgt dann westlich des Kreisels über einen eigenen Radstreifen neben dem Fussgängerstreifen.

«Ziel ist es, dass es innerhalb der Stadt einen gewissen Wiedererkennungswert gibt»Dieter Fuchs, Abteilungsleiter Tiefbau

Mit dem Ersatz des Kreisels verlegt die Stadt auch eine Wasserleitung. EKZ, Swisscom und UPC haben auch Arbeiten angemeldet. Damit der Kreisel überhaupt gebaut werden kann, muss der Kanton insgesamt 131 Quadratmeter Land erwerben. Unter anderem von der Stadt und der reformierten Kirchgemeinde.

1,46 Millionen Franken kostet der Bau des Kreisels, inklusive Landerwerb. Die Stadt muss sich zur Hälfte daran beteiligen. Auf ihre Kosten geht auch die Gestaltung des Innenraums. Angedacht sei, dass ihn derselbe Landschaftsarchitekt gestalte wie den Kreisel an der Effi-Märt-Kreuzung. «Ziel ist es, dass es innerhalb der Stadt einen gewissen Wiedererkennungswert gibt», sagt Dieter Fuchs, Abteilungsleiter Tiefbau.

Die Gestaltung des Effi-Märt-Kreisels, auf dem es eine mit Gräsern bepflanzte Erhebung gibt, die mit rostfarbenen Stahllamellen abgegrenzt ist, kostete rund 100000 Franken. «Wir hoffen, dass sie diesmal günstiger wird», sagt Fuchs. Den städtischen Anteil für den Neubau und die Gestaltung des Kreisels muss das Parlament sprechen.

Brücke wird gesperrt

Während der Bauarbeiten am Kreisel soll der Verkehr mittels Lichtsignalanlage über den Kreisel geführt werden. Die SBB-Brücke muss während der Sanierung ganz gesperrt werden. Die Autos werden dann einen Umweg über die Brandriet- und Bahnhofstrasse machen müssen.

Noch kann sich die Bevölkerung zum Projekt äussern und allfällige Wünsche anbringen, die nach Möglichkeit in die Planung einbezogen werden. In diesem Juni wird das allfällig geänderte Projekt nochmals aufliegen. Gehen keine Rekurse ein, sollen im März 2021 die Bauarbeiten beginnen und noch im gleichen Jahr beendet sein.

Erstellt: 14.02.2020, 15:22 Uhr

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