Hettlingen

Das Ende der Post ist besiegelt

Die Schliessung der Post hat ein konkretes Datum: Ab dem 7. Dezember ist die Postagentur im Volg für alle Aufgaben zuständig.

Aus für die Post in Hettlingen: Ab dem 7. Dezember befindet sich die Poststelle im Volg-Laden.

Aus für die Post in Hettlingen: Ab dem 7. Dezember befindet sich die Poststelle im Volg-Laden. Bild: Johanna Bosshard

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Was vor einem Jahr angekündigt wurde, wird nun Realität: Die Poststelle in Hettlingen schliesst am 6. Dezember ihre Türen für immer. Zurzeit wird in der Post nur noch Ablösepersonal aus dem Poststellengebiet Oberwinterthur eingesetzt. «Die Mitarbeitenden werden in anderen Poststellen der Umgebung weiterbeschäftigt», sagt Erich Schmid, Leiter der Kommunikation der Post.

Den Betrieb der Postagentur in Hettlingen übernehmen ab dem 7. Dezember die Volg-Mitarbeitenden: «Die Angestellten des Volgs werden durch Fachleute der Post speziell geschult», erklärt Schmid. In den ersten Tagen nach der Eröffnung der Agentur würden sie zudem vom Postpersonal unterstützt. Dieses Vorgehen hat sich laut Schmid bei den bisherigen Agenturen ­bewährt. Ein Liter Milch, sechs Eier, zehn A-Post-Briefmarken, ein Blumenkohl und drei Rechnungen: So könnte also bald der Einkaufszettel der Hettlinger aus­sehen.

Alles, was die Kunden bisher in der Poststelle von Hettlingen erledigen konnten, ist auch in der neuen Postagentur möglich. Einzige Ausnahme: Die Rechnungen können nicht mehr mit Bargeld beglichen werden, sondern nur noch mit der Postkarte. Zudem werden die Postfächer an die Hauswand des Volg-Ladens verlegt. Diese Bauarbeiten beginnen voraussichtlich am 19. November, wie Schmid sagt. Rechtzeitig zum Eröffnungstag der Postagentur können die Fächer dann in Betrieb genommen werden.

Mit der Aufhebung der Hettlinger Post muss auch die Zustellung umziehen: Das dortige Zustellpersonal wechselt zum Standort Seuzach. Durch diese Neuorganisierung kann sich der Zeitpunkt der Brief- und Paketzustellungen laut Post leicht verschieben.

Post bleibt vorerst leer

Was mit den Räumlichkeiten der heutigen Poststelle geschieht, ist noch ungewiss. Ab dem 7. Dezember wird das Gebäude erst einmal leer stehen. Der Hettlinger Gemeinderat hat im Juli mitgeteilt, dass er prüfen wolle, ob die Gemeindeverwaltung im ehemaligen Postgebäude untergebracht werden könne. Im jetzigen Gebäude habe die Verwaltung zu ­wenig Platz.

Das lokale Architekturbüro HFR Architekten AG erhielt deshalb den Auftrag, diesbezüglich eine Machbarkeitsstudie zu erstellen. «Dem Gemeinderat liegen noch keine detaillierten Ergebnisse aus dieser Studie vor», sagt Gemeindeschreiber Matthias Kehrli. Die Gemeinde stehe aber weiterhin in Kontakt mit der Post. Laut Erich Schmid ist seitens der Post die Verwendung der Räumlichkeiten noch offen. In der Regel würden nicht mehr benötigte Liegenschaften aber verkauft. «Der Gemeinderat hat der Post sein Kaufinteresse bereits mitgeteilt», sagt Kehrli.

Erstellt: 04.11.2015, 21:18 Uhr

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