Elgg

Debatte um zwei Millionenprojekte

Nach dem Aufschub kommen jetzt die Infos: Am kommenden Mittwoch informieren die Behörden über die Möglichkeiten in Sachen Doppelturnhalle und über die Erweiterung des Schulhauses Im See.

Ob die alte Sporthalle Im See ausgedient hat, ist nach wie vor offen. Foto: Archivbild Heinz Diener

Ob die alte Sporthalle Im See ausgedient hat, ist nach wie vor offen. Foto: Archivbild Heinz Diener

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Die Elggerinnen und Elgger müssen bald über viel Geld entscheiden. Insgesamt geht es derzeit um 20 Millionen Franken. Geschätzte 10 Millionen Franken will die Primarschulpflege in den nächsten Jahren für die Sanierung und Erweiterung der Primarschule Im See ausgeben. Zudem steht eine neue Mehrfachsporthalle zur Debatte, die weitere 10 Millionen Franken kosten würde.

Am Mittwoch, 27. November, findet ein Infoabend statt. Es geht dabei um die erste Etappe der Schulraumerweiterung für geschätzte 4 Millionen Franken. Die Stimmberechtigten befinden an der Gemeindeversammlung vom 12. Dezember über einen Projektierungskredit von 450000 Franken. Und es wird über zwei mögliche Varianten informiert, die neue Sporthalle zu realisieren.

«Nicht tragbar»

In den Plänen steckt ein gewisses Konfliktpotenzial: Soll die Schule bei ihren Projekten sparen, damit die Sporthalle für die Vereine gebaut werden kann? Oder gibt man den Traum der neuen Turnhalle auf, um genügend Geld für die Erneuerung der Schulanlage zu haben?

Denn die Primarschule plant derzeit nur die erste Etappe der Schulraumerweiterung. Eine zweite Etappe ist wohl nötig, bisher war von weiteren 6 Millionen Franken die Rede. Die Rechnungsprüfungskommission (RPK) kommt zum Schluss: Das gesamte Investitionsvolumen zwischen 2019 und 2024 sei «nicht tragbar», wie sie in einem Abschied schreibt.

«Nicht tragbar» sei ein dehnbarer Begriff, räumt RPK-Präsident Daniel Gillmann ein. Am Ende müsse das Stimmvolk entscheiden, ob es einen höheren Steuerfuss in Kauf nimmt. Aber die RPK unterscheide zwischen Investitionen, die es brauche, um einen gesetzlichen Auftrag zu erfüllen und solchen, mit denen Wünschenswertes realisiert werde.

Die neue Sporthalle falle für die Rechnungsprüfer in die Kategorie wünschenswert. «Für den Schulsport würde es reichen, wenn wir die alte Halle sanieren würden», sagt Gillmann. Natürlich seien Primarschule und Gemeinde eigene Güter. «Aber die Einwohner bekommen am Ende eine einzige Steuerrechnung.» Darum müsse man hohe Investitionen gesamthaft betrachten.

«Sparwillen gezeigt»

Der Infoabend war eigentlich im September geplant, wurde aber verschoben, weil die RPK den ersten Antrag der Schule für die Erweiterung nicht unterstützten wollte. Bei 5 Millionen lag die Kostenschätzung damals, 550000 Franken brauchte die Primarschulbehörde für die Projektierung.

«Wir haben in dem Projekt ein paar Posten gefunden, für die der Bedarf nicht nachgewiesen wurde», begründet Gillmann. Die Schulpflege ging daraufhin über die Bücher und strich eine Million Franken aus dem Projekt heraus. «Wir haben unsere Aufgaben gemacht und Sparwillen gezeigt», sagt Präsidentin Monika Brühwiler.

«Geht nicht billiger»

Nun bleibt die Frage, ob und wie sich die neue Sporthalle finanzieren lässt. Ob die Gemeinde diese bauen würde oder eine Genossenschaft, die bereits in den Startlöchern steht, ist zunächst offen. «Wir werden die Vor- und Nachteile beider Varianten darlegen», sagt Gemeindepräsident Christoph Ziegler.

Man werde prüfen, inwiefern die Genossenschaft die Konkurrenz zwischen den beiden Projekten entschärfen könne. Klar sei jedoch schon jetzt, dass es die neue Halle nicht unter 10 Millionen Franken gibt. «Ein billigeres Projekt könnte die Bedürfnisse nicht decken, dann könnten wir die alte Halle behalten», sagt Ziegler.

Der Infoabend findet am Mittwoch, 27. November, um 19.30 Uhr im Werkgebäude Elgg statt.

Erstellt: 21.11.2019, 17:46 Uhr

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