Pfungen

Der Bach hat mehr Platz erhalten

Nun sollte der Grabibach die Rumstalstrasse nicht mehr überschwemmen. Die Gemeinde hat den Durchlass vergrössert.

Ein Kran hat die Betonelemente des Durchlasses an die richtige Stelle platziert.

Ein Kran hat die Betonelemente des Durchlasses an die richtige Stelle platziert. Bild: pd

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Der Grabibach ist momentan ein unscheinbares Rinnsal, das in der Nähe des Schützenhauses Pfungen unter der Rumstalstrasse durchfliesst. Kaum vorstellbar, dass er bei anhaltenden Regenfällen zum reissenden Bach werden könnte, der auf die Strasse tritt und Keller überflutet.

Doch statistisch gesehen, ist das zumindest alle hundert Jahre einmal möglich. Denn bis vor Kurzem floss das Bächlein noch durch eine 80 Zentimeter schmale Betonröhre, bevor es dann rund 50 Meter weiter unten in den Mülibach mündet. Die Röhre hätte die Wassermenge, mit der bei einem Hochwasser zu rechnen ist, nicht schlucken können.

Deshalb musste die Gemeinde den Durchlass dringend anpassen. Am 20. August haben die Bauarbeiten begonnen. Seitdem ist die Rumstalstrasse gesperrt, die Fahrt von und nach Winterthur über das Rumstal nicht möglich, sodass der Verkehr nach Embrach und Kloten derweil auf die umliegenden Strassen und Weiler ausweicht.

Bänkli für die Tiere

Die Bauarbeiten laufen planmässig ab, wie Reto Amstutz, Bereichsleiter Bau von Pfungen, sagt. Der neue Betondurchlass ist bereits eingebaut, um ein Vielfaches grösser und abgeschrägt viereckig: 1,6 Meter breit, 17 Meter lang und 1,55 Meter hoch, vom tiefsten Punkt aus gemessen.

Die Sohle hat auf beiden Seiten sogenannte Bankette, Erhöhungen von 25 Zentimetern, die es es kleinen Tieren wie etwa einem Igel erlauben, das Tunnel, dem Bach folgend, zu durchqueren. «Denn diese waten nicht alle durchs Wasser», sagt Amstutz. Der Durchlass hat zwar ein Gefälle von sieben Prozent, doch dank kleinen Schwellen auf den Oberflächen wird sich Kies und anderes Material ansammeln können.

Auf den Erhöhungen können Tiere dem Bach folgen.

Ende September wieder offen

Nun fehlen noch die Steinverbauungen bei den Eingängen, welche die Böschung sichern und die Bankette verlängern, sodass die Wildtiere bequem darüber laufen können. Eine Hochspannungsleitung, die über die Strasse führte, ist jetzt unter den Boden verlegt, einige der Masten sind ersetzt. Sobald die Arbeiten am Bach abgeschlossen sind, muss noch der Strassenbelag eingebaut werden. Ende September wird der Verkehr wieder rollen können.

Der Betrag von 180 000 Franken, den das Projekt kostet, strich die Gemeindeversammlung Ende 2015 aus Spargründen noch aus dem Budget. Im November 2016 folgte die Versammlung dann der Argumentation des Gemeindepräsidenten Max Rütimann, der deutlich machte, wie wichtig dieser Durchlass sei.

Der Posten blieb trotz Streichungsantrages der Rechnungsprüfungskommission im Budget. Bis alle involvierten kantonalen Stellen sowie die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich ihre Zustimmung gegeben hatten, verzögerte sich der Baubeginn noch leicht. (neh)

Erstellt: 11.09.2018, 16:24 Uhr

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