Wiesendangen

Die Duftkerzen waren schuld

Im Januar brach in einem Mehrfamilienhaus in Gundetswil ein Feuer aus, bei dem ein hoher Sachschaden entstand. Nun ist die Brandursache geklärt.

Anfang Januar hat in Gundetswil ein Mehrfamilienhaus gebrannt.

Anfang Januar hat in Gundetswil ein Mehrfamilienhaus gebrannt. Bild: Kapo ZH

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Der Bewohner eines Mehrfamilienhauses in Gundetswil dachte sich wohl nicht viel dabei: Anfang Januar zündete er am Nachmittag in seinem Schlafzimmer zwei Reuchaud-Duftkerzen an, die er am unteren Bettende auf dem Holzboden abstellte. Er ging duschen und liess die Kerzen brennen.

Durch die Hitze der Kerzen fing der Holzboden Feuer. Und als der Bewohner aus der Dusche kam hatte sich das Feuer bereits auf das Fernsehgerät und -möbel ausgebreitet.

Die alarmierten Feuerwehren rückten mit einem Grossaufgebot aus. Der Brand konnte gelöscht werden, es entstand jedoch ein Sachschaden von über 350 000 Franken. Der Mieter der betroffenen Wohnung erlitt leichte Verletzungen und musste zur Kontrolle mit einem Rettungswagen ins Spital gebracht werden.

«Es gehört zur allgemeinen Lebenserfahrung, dass eine solche Kerze einen Brand verursachen kann.»Aus dem Strafbefehl

Seine Unachtsamkeit kommt den Bewohner nun teuer zu stehen. Per Strafbefehl wurde er wegen fahrlässiger Verursachung einer Feuersbrunst verurteilt. Mit seinem Verhalten habe er die «elementare Grundregel» verletzt, wonach ein offenes Feuer nie unbeaufsichtigt gelassen werden darf, schreibt die Staatsanwaltschaft.

Es gehöre zur allgemeinen Lebenserfahrung, «dass eine solche Kerze einen Brand verursachen kann». Von einem umsichtigen und pflichtbewussten Wohnungsbenutzer hätte erwartet werden können, dass er sich dessen bewusst sei, steht im Strafbefehl weiter.

3000 Franken Geldstrafe

Der Mieter wurde unter Ansetzung einer zweijährigen Probezeit mit einer bedingten Geldstrafe von 3000 Franken (60 Tagessätzen zu 50 Franken) bestraft. Die Verfahrenskosten von knapp 2800 Franken muss er sicher bezahlen.

Die genaue Ursache des Feuers wurde durch den Brandermittlungsdienst der Kantonspolizei Zürich untersucht. Nebst der Kantonspolizei Zürich standen die Feuerwehren Wiesendangen, Elsau-Schlatt und Eulachtal sowie jene von Schutz und Intervention Winterthur und der Rettungsdienst Winterthur im Einsatz.

Erstellt: 08.05.2019, 14:49 Uhr

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