Wila

Die Frösche, Echsen und Schlangen sind aufgewacht

Am Sonntag startet das Vivarium Tablat in die Saison. Zu sehen sind Amphibien und Reptilien.

In den Aussengehegen im Naturgarten des Vivariums leben einheimische Schlangen.

In den Aussengehegen im Naturgarten des Vivariums leben einheimische Schlangen. Bild: Madeleine Schoder

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Im Winter hatte Ruedi Bärtschi eine Pause von der Tier- und Gartenpflege. Doch jetzt hat der pensionierte Biologe und Lehrer wieder viel Arbeit. Er hat sein Vivarium Tablat bei Wila aus der Winterruhe geholt, um es am Sonntag zum ersten Mal in diesem Jahr für Besucher zu öffnen. Er musste Laub und Streu aus den Gehegen räumen, Scheiben putzen und Sträucher schneiden. «Die Tiere sind schon seit einiger Zeit aktiv», sagt er. Bei Sonnenschein kommen sie schnell an die Erdoberfläche, sobald es kalt wird, verkriechen sie sich jedoch wieder.

Bärtschi führt das Vivarium seit 20 Jahren auf privater Basis. Vor 30 Jahren kaufte er das Haus mit einer Garage und einer grossen Wiese. Dort richtete er einen Naturgarten ein. «Und die Tiere kamen von allein.» Doch mit den Fröschen, Blindschleichen und Insekten kamen auch die Räuber: Hauskatzen. Um die Amphibien zu schützen, setzte er einige in Terrarien. Über die Jahre wuchs sein privater Naturgarten zu einem Bijou der Artenvielfalt, es kamen immer mehr Gehege und Tiere dazu. Und schliesslich kamen auch Besucherinnen und Besucher, die das Werk nun jeden Sonntag bestaunen können. Zudem führt er Gruppen oder Schulklassen durch das Vivarium. Der Kanton unterstützt seine Arbeit finanziell.

Alle acht Schlangenarten

In Bärtschis Garten leben alle acht einheimischen Schlangenarten in artgerechten Gehegen. «Das ist etwas Besonderes», sagt er. «Ich weiss nicht, wo das sonst in der Schweiz zu finden ist.» Besonders hübsch anzuschauen sei die Kreuzotter mit ihrem speziellen Muster. Und buchstäblich hautnah können Besucher eine junge, ungiftige Ringelnatter erleben. Sie lässt sich gerne von wärmenden Kinderhänden berühren.

«Viele Besucher staunen, dass zum Beispiel ein Laubfrosch viel kleiner ist, als man ihn sich vorstellt»Ruedi Bärtschi, Biologe

Ob die Schlangen sich am Sonntag zeigen werden, kann Bärtschi bei dem kühlen Wetter, das angesagt ist, nicht garantieren. Aber in der einstigen Garage sind viele Aquaterrarien untergebracht, in denen einheimische Frösche, Salamander, Kröten oder Molche leben. «Viele Besucher staunen, dass zum Beispiel ein Laubfrosch viel kleiner ist, als man ihn sich vorstellt», sagt Bärtschi. Daneben gibt es Sumpfschildkröten, die hierzulande vor allem im Gebiet des Genfersees zu Hause sind, sowie Schmetterlinge, Insekten, Zwergmäuse oder Vögel zu beobachten.

Ein Parcours führt durch den Naturgarten und zeigt, warum sich die Tiere dort heimisch fühlen. Eine Ausstellung zum Thema «Leben im Fluss» zeigt, warum kleine Tierchen eine Information zur Wasserqualität geben. Wasserfeste Besucher können bei Bärtschi einen Koffer mit Ausrüstung leihen und an der Töss gleich selbst Larven oder Schnecken fangen, um die Wasserqualität zu überprüfen.

Das Vivarium Tablat ist ab dem 28. April jeden Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Weitere Infos unter www.vivarium-tablat.ch. (Landbote)

Erstellt: 26.04.2019, 11:06 Uhr

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