Dinhard

Eschliker haben keine Freude am geplanten Trottoir

Am Donnerstagabend haben Vertreter von Gemeinde und Kanton über verschiedene Strassenprojekte informiert. Der Plan, im Weiler Eschlikon ein Trottoir zu bauen, kam nicht gut an.

Die Idee, im Weiler Eschlikon ein Trottoir zu bauen, ist am Donnerstag bei der Bevölkerung schlecht angekommen.

Die Idee, im Weiler Eschlikon ein Trottoir zu bauen, ist am Donnerstag bei der Bevölkerung schlecht angekommen. Bild: Archiv Heinz Diener

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Der Kanton sieht in Dinhard Handlungsbedarf, wenn es um die Sicherheit von Fussgängern und Velofahrern geht. Darum hat er verschiedene Studien gemacht, um später Projekte daraus zu machen. Am Donnerstagabend informierten Vertreter von Kanton und Gemeinde die Bevölkerung. Etwa 70 Personen waren gekommen, um sich die Pläne erläutern zu lassen.

Tempo 30 gefordert

Besonders schlecht ist die Idee angekommen, im Weiler Eschlikon ein Trottoir zu bauen. Die Ortsdurchfahrt ist eng und die Häuser stehen teilweise direkt an der Strasse. Zufahrten von Vorplätzen mit schlechten Sichtverhältnissen erschweren die Situation. Darum will der Kanton an der Ostseite der Strasse ein durchgehendes Trottoir bauen. Dieser Vorschlag gefiel den Eschlikern aber nicht, denn einige von ihnen müssten Land hergeben und sich an den Kosten beteiligen. So will es das Gesetz.

«Das Trottoir haben wir vor fast 20 Jahren schon einmal abgelehnt und jetzt kommt es fast unverändert wieder», sagte eine Anwohnerin. «Warum ist es nicht möglich, eine Tempo-30-Zone einzurichten und die Autofahrer an den Ortseingängen mit Einfalltoren zu bremsen?», fragte sie weiter. Mit einer reinen Temporeduktion löse man keine Sicherheitsprobleme, antwortete Urs Günter vom Amt für Verkehr. Es brauche dafür dann auch bauliche Massnahmen, die noch mehr Land benötigten. «Mit einer 30er-Tafel allein ist es nicht getan.»

Die Eschliker liessen sich aber nicht beirren und argumentierten weiter gegen das Trottoir. «Vor vier Jahren hat man uns gezwungen, unser Haus zwei Meter an die Strasse heranzubauen», sagte eine andere Anwohnerin. «Und jetzt kommt man und will uns vor dem Haus noch Land für ein Trottoir wegnehmen.»

Nach einiger Diskussion versprach Günter, die Temporeduktion prüfen zu lassen. «Auch wenn das wohl schwierig ist.» Die Fragerunde wurde von einem Moderator regelrecht abgeklemmt, sodass Gemeindepräsident Peter Matzinger am Ende bezweifelte, dass die Diskussion ausreichend geführt worden sei. Dennoch ging die Veranstaltung zum Apéro über, wo weiter diskutiert wurde.

Weitere Veloweg-Projekte

Nebst dem Trottoir in Eschlikon stellten die Verantwortlichen zwei weitere Projekte vor: In Welsikon wird die Bushaltestelle hindernisfrei ausgebaut, um dem Behindertengleichstellungsgesetz gerecht zu werden. Das Projekt soll Ende Jahr öffentlich aufliegen und voraussichtlich im Frühling 2021 realisiert werden.

Weiter plant der Kanton einen Veloweg zwischen Welsikon und Dinhard. Dabei sollen heikle Verkehrssituationen zum Beispiel bei der Bahnunterführung in Welsikon entschärft werden. Weiter ist auf der Höhe des Schulhauses eine neue Überquerung mit breiterer Mittelinsel geplant. In Ausser-Dinhard selbst sollen sich Autos und Velos die Strasse künftig teilen. An den Ortseingängen soll der Verkehr mit so genannten Verschwenkungen abgebremst werden. Die Veloweg-Ideen waren kaum umstritten.

Erstellt: 23.08.2019, 07:16 Uhr

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