Sackgeld

Junge Leute suchen Arbeitgeber

Die Offene Jugendarbeit von Rickenbach, Altikon, Dinhard und Ellikon an der Thur hat eine Jobbörse lanciert.

Jugendliche wollen anpacken und suchen über die Jobbörse der Offenen Jugendarbeit (OJA) nach Aufträgen – zum Beispiel Rasenmähen.

Jugendliche wollen anpacken und suchen über die Jobbörse der Offenen Jugendarbeit (OJA) nach Aufträgen – zum Beispiel Rasenmähen. Bild: Melanie Duchene

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Jäten, die Katze füttern, Blumen giessen, Computerprobleme lösen oder Fenster putzen: Helfende Hände sind bei diesen Arbeiten gerne gesehen. Um ihr Sackgeld aufzubessern, packen Jugendliche mit an. Darum hat die Offene Jugendarbeit der Gemeinden Rickenbach, Altikon, Dinhard und Ellikon an der Thur nun eine Jobbörse gegründet. Gesucht werden jetzt noch Arbeitgeber, die Unterstützung suchen.

Seit Anfang Juli ist die Plattform aktiv, und es wurden schon ein paar wenige «Jöbli» vermittelt, wie Jugendarbeiter Simon Moser sagt. «Das Projekt ist somit gut angelaufen, nach den Sommerferien wird sicher noch mehr passieren.»

Die Jugendarbeit koordiniert

Die Jobbörse wird von der Jugendarbeit moderiert. Über die Jugend-App registrieren sich arbeitswillige junge Menschen im Alter zwischen 13 und 18 Jahren aus den Gemeinden der Offenen Jugendarbeit. Um freigeschaltet zu werden, müssen diese von den Eltern eine Einverständniserklärung unterzeichnen lassen, die als PDF hinterlegt wird. «Dabei ist uns auch wichtig, dass die Eltern die Versicherungen der Kinder bestätigen», sagt Moser.

Die Jugendarbeit führt zudem ein Gespräch mit den jungen Leuten und holt ab, für welche Arbeiten sich diese interessieren und wie motiviert sie sind. Auch die Stellenausschreibungen prüft die Jugendarbeit zuerst und führt, wenn nötig, ein Gespräch mit den Hilfesuchenden. Wenn alles passt, wird das Jobangebot auf der App veröffentlicht. Die Jugendlichen können sich dann per Knopfdruck bewerben. Die Vergabe der Stelle macht wiederum die Jugendarbeit. Sie gibt dann die Kontaktdaten der Arbeitgeber heraus.

Austausch der Generationen

«Die Zielgruppe sind eher ältere Menschen, die bei etwas Unterstützung benötigen», sagt Moser. Natürlich würden die jungen Leute gerne ihr Sackgeld aufbessern. «Uns geht es aber auch um den Austausch der Generationen und das Sammeln beruflicher Erfahrung.» Nicht erlaubt sind körperlich schwere Arbeit oder regelmässige Einsätze. «Wir möchten nicht, dass jemand die Jugendlichen als regelmässige Haushaltshilfe einsetzt, um die Putzkraft zu sparen», sagt Moser.

Arbeitgeber können Jobs auf www.oja-cube.ch/sackgeld ausschreiben oder per Telefon unter 052 521 36 20 melden. Weitere Infos unter www.oja-cube.ch/oja/.

Erstellt: 10.08.2019, 10:28 Uhr

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